Normalbeton

Bei Beton gilt es vorrangig, erst einmal die drei Hauptkomponenten zu analysieren.

Diese bestehen aus Wasser, Zement und Sand (bzw. Gesteinskörungen). Zement ist ein "Hydraulisches Bindemittel" und Zement bzw. Beton erhärtet nicht mithilfe der Luft durch "trocknen", sondern durch Reaktion des Zementes mit Wasser.

Bild: Eingeschalte und mit Beton ( B 25 ) erstellte Bautreppe vom Dachgeschoß ins Erdgeschoß:
Was ist Beton - hier Normalbeton und wo im Hausbau wird der Beton überalle eingesetzt bzw. verbaut ?
Geschichte des Betons
Beton bzw. Normalbeton, wie wir ihn heute nennen, kannten schon die Römer im alten Rom unter dem Namen "opus caementitium". Schon zu diesen Zeiten wurde er für den Bau genützt. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts machte man gezielte Erforschung und 1824 gab es nachweislich erste Versuche zur Zementherstellung in Portland (siehe Portland Cement). Ab 1844 begann man das Brennen bei ausreichend hoher Temperatur (ca. 1.450 °C) und seit damals gibt es Zement und Beton im heutigen Sinne. Etwa 1850 hatte man die Idee zum Einlegen von Eisenstäben und Draht – daraus folgte die Erfindung des Eisenbetons (später Stahlbeton). Ab dem Jahre 1920 fand die Weiterentwicklung zum Spannbeton statt.

Arten des Betons (Dichte)
Grundsätzlich unterscheidet man beim Normalbeton 3 Arten: Normalbeton (mit einer Dichte von 2000 kg/m3 bis 2600 kg/m3) Leichtbeton (Dichte von 600 kg/m3 bis 2000 kg/m3) und Schwerbeton (Dichte über 2600 kg/m3). Auch bei der Bewehrung gibt es puncto "unbewehrten Beton", Stahlbeton, Spannbeton und Spannbeton große Unterschiede. Je mehr Wasser beim Herstellen des Zementleims bzw. des Betons verwendet wird, desto mehr Kapillarporen (0,001 - 0,01 mm) enthält der Zementstein. Die Folgen sind geringere Festigkeit, geringere Dichtheit, geringere Beständigkeit und geringerer Korrosionsschutz. Der Gütebegriff der Betontechnologie darf nicht nur für die Druckfestigkeit allein betrachtet werden. Die Bezeichnung "Güte" umfasst auch eine große Anzahl weiterer Eigenschaften (Betonklassen). Den entsprechenden Widerstand gegen die Umweltbelastungen erzielt man durch richtige Auswahl der Betonbestandteile und durch Veränderungen der Zusammensetzung. (Expositionsklassen)

Zuständigkeiten bei Normalbeton
Der Planer, bzw. der Verfasser der Festlegung ist verantwortlich für die Anforderungen bzw. die Festlegungen an den Frisch- bzw. Normalbeton in festem Zustand. Der Hersteller trägt für die Herstellung, die Konformität und Produktionskontrolle Frisch- und Festbeton. Der Verwender ist Verantwortlich für das Einbringen des Frischbetons in den Bauteil, die Verdichtung und die Nachbehandlung. Dafür gelten Normen wie beispielsweise die ÖN EN 197-1, in welcher die Zusammensetzung, Anforderungen und Konformitätskriterien für Normalzement geregelt sind sowie die ÖN EN 1008, welche Zugabewasser von Beton, Festlegungen für Probenahme, Prüfung und Beurteilung der Eignung von Wasser, einschließlich bei der Betonherstellung anfallendem Wasser, als Zugabewasser für Beton regelt. Normalbeton unterliegt der ständigen Forschung und Weiterentwicklung. Dafür setzen sich nicht nur Transportunternehmen, welche für das Liefern von Fertigbeton zuständig sind, ein, sondern dies liegt im wirtschaftlichen Interesse aller.