Novellierung der Trittschallnorm DIN 18164-2:1991-03:

Novellierung der Trittschallnorm DIN 18164-2:1991-03:

(Abstatt)

In der Vergangenheit wurden die technischen Eigenschaften von Industriegütern und Industrieprodukten durch Prüfmethoden der jeweils zuständigen nationalen technischen Regelwerke festgelegt. In Deutschland sind dieses in der Regel die DIN Normen.

Die Einigung Europas, der Weg zur EU und die damit verbundene Öffnung der Grenzen um einen freien Warenverkehr in der europäischen Union zu ermöglichen, macht eine Vereinheitlichung der nationalen Normen auf einen einheitlichen europäischen Normenkatalog notwendig.Für das Bauwesen bildeten sich aus diesen Gründen neue harmonisierte deutsche Normen heraus. Das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen diesen harmonisierten Normen und den nationalen Normen ist, dass auf der einen Seite zwischen Prüfnormen und auf der anderen Seite zwischen Stoffnormen unterschieden wird. Bei den bisherigen nationalen Normen gab es hier keine Zweiteilung.

Doch was heißt dieses nun konkret für die Baustoffe?

Es gibt für den Bereich Baustoffe bereits europäische Normen die durch den europäischen Normenausschuß den gleichen Stellenwert erhalten wie die entsprechende nationale Norm. Allerdings hat dieses zur Folge, dass nationale Prüfnormen wegfallen und durch europäische Prüfnormen ersetzt werden.

Für den Bereich der Dämmstoffe sind hiervon unter anderem die Wärmedämmstoffe und Trittschalldämmstoffe betroffen.

Die nationale DIN 18164-2:1991-03 wurde folgendermaßen überarbeitet (Quelle: Auszüge aus dem Normentwurf DIN 18162-2:2000-11):

1. Die Norm wurde insgesamt überarbeitet. Die geltenden Prüfnormen wurden eingearbeitet.
2. Die Zusammendrückbarkeit c ( c= dL dB ) wurde zur Feststellung der Estrichdicken nach DIN 18560-2 eingeführt.
3. Die Steifigkeitsgruppen 50, 40 und 7 wurden neu aufgenommen
4. Die Abstufung der Lieferdicken in gerade Dickenmaße in Stufen von 5mm wurde festgelegt.
5. Der neben der Wärmeleitfähigkeit anzugebende Wärmeduchlasswiderstand ist aus der Wärmeleitfähigkeit und der Dicke dL zu berechnen.

Die bewährte IsoBouw B-PST Trittschalldämmung aus expandiertem Polystyrol Hartschaum wird allen erhöhten Anforderungen der überarbeiteten Norm gerecht.

Es sind am Beispiel der IsoBouw B-PST Trittschalldämmplatten folgende signifikante Änderungen für den Handel und den Verarbeiter entstanden.

1. Die Einteilung der Trittschalldämmung in Verkehrslasten.

TK 3500 (3,5 kN/m²) diese Platten haben eine zulässige Verkehrslast von 350 Kilogramm pro Quadratmeter.
TK 5000 (5,0 kN/m²) diese Platten haben eine zulässige Verkehrslast von 500 Kilogramm pro Quadratmeter.
TK 10000 (10,0 kN/m²) diese Platten haben eine zulässige Verkehrslast von 1000 Kilogramm pro Quadratmeter.

Die Verkehrslasten geben mit ihrer eindeutigen Bezeichnung den maximal zulässigen Einsatzbereich an, für den diese geeignet sind. Langzeituntersuchungen des Forschungsinstitutes für Wärmeschutz in München haben gezeigt, dass IsoBouw B-PST-Trittschalldämmplatten, speziell elastifiziert, bis zu einer Verkehrsbelastung von 10,0 kN/m² (nach DIN 1055) belastet werden können.

Die Einteilung der Verkehrslasten nach der DIN 1055 Teil 3:

Verkehrslast 1,5 kN/m²: Wohnräume mit Decken nach DIN 1045
Verkehrslast 2,0 kN/m²: Büroräume, Krankenzimmer, Flure in Wohn- und Büroräumen
Verkehrslast 3,5 kN/m²: Balkone, Hörsäle, Klassenzimmer, Küchen und Flure in Krankenhäusern, Garagen, Parkhäusern
Verkehrslast 5,0 kN/m²: Versammlungsräume in öffentlichen Gebäuden, Flure zu Hörsälen und Klassenzimmern, Ausstellungs- und Verkaufsräume, Geschäfts- und Warenhäuser, Büchereien, Archive, Aktenräume
Verkehrslast 10,0 kN/m² Werkstätten und Fabriken sowie Lagerräume mit schwerem Betrieb, z.B. durch Gabelstapler

IsoBouw Trittschalldämmplatten sind somit nicht nur für die gewöhnliche Wohnraumbelastung von 1,5 kN/m² geeignet, sondern auch für spezial Anwendungen mit hohen Verkehrslasten bis zu 10,0 kN/m².

Bitte beachten Sie, dass die DIN 18164-2 Verkehrslasten bis zu 5,0 kN/m² einschließt. Verkehrslasten über 5,0 kN/m² sind individuell zu berechnen.

2. Die Plattenbezeichnung wird nur noch nach der Lieferdicke dL vorgenommen:

Alte Bezeichnung Neue Bezeichnung
in mm: in mm:

17 / 15 15
22 / 20 20
27 / 25 25
33 / 30 30
38 / 35 35
43 / 40 40
usw.

Hierbei ist auffällig, dass die neuen Lieferdicken in Stufen von 5mm eingeteilt werden. Außerdem gilt in der DIN 18164-2:2000-11 die Lieferdicke dL als Grundlage für die Konstruktionshöhe von Fußbodenaufbauten.

3. Die Zusammendrückbarkeit c wurde zur Feststellung der Estrichdicke nach DIN 18560-2 eingeführt. Der Wert c ergibt sich aus c = dL dB für die Bezeichnung der Trittschalldämmplatte ergibt sich als Nachtrag zu Punkt 2 folgendes Bild:

dL - c ( in mm )

15 - 2
20 - 2
25 - 2
30 - 3
35 - 3

Die Zusammendrückbarkeit c ist somit eine klar definierte Größe und eindeutig erkennbar.

4. Die dynamische Steifigkeit wird nach der DIN EN 29052-1 (Akustik - Bestimmung der dynamischen Steifigkeit - Teil 1: Baustoffe unter schwimmenden Estrichen) bestimmt. Die Prüfreihe sieht folgenden Ablauf zur Bestimmung der dynamischen Steifigkeit vor:

1. Ermittlung der Lieferdicke dL des Probekörpers.
2. Messung der dynamischen Steifigkeit nach der Resonanzmethode.
3. Der vorhergehende materialbeeinflussende Druckstoß wie er in der DIN 52214 vorgeschrieben war entfällt.

Maßgebend ist aber auch hier, je kleiner die dynamische Steifigkeit ist, umso besser ist der Trittschallschutz.

In der heutigen Zeit hat die Schallbelastung des Menschen in fast allen Bereichen des täglichen Lebens stetig zugenommen, umso wichtiger ist ein wirksamer Schutz vor störenden Einflüssen.

Trittschalldämmplatten von IsoBouw erfüllen bereits heute alle Anforderungen die in der Zukunft an Trittschalldämmplatten gestellt werden.

Die Herstellung der Trittschalldämmplatten aus EPS-Hartschaum erfolgt ohne die Verwendung von FCKW und H-FCKW (EPS / Styropor wurde noch nie mit diesen Treibmitteln hergestellt) und mit einem geringen Einsatz an Primärenergie. Der Rohstoff für die Dämmstoffe wird innerhalb des Synbra Konzerns, zu dem die IsoBouw gehört, hergestellt. Dieses garantiert ein gleichbleibend hohes Güteniveau der Dämmstoffe.

Außerdem wird durch die konsequente Fremdüberwachung durch die Bundesfachabteilung Qualitätssicherung EPS-Hartschaum im IVH und die Eigenüberwachung sichergestellt, dass alle Dämmstoffe aus dem Hause IsoBouw Dämmtechnik Qualitätsprodukte sind.

Fußbodenaufbau mit Trittschall- und Wärmedämmung