Ökologisch dämmen

Die richtige Dämmung fürs Haus !

Oko Dämmstoffe z.b. fürs DachDie Umwelt zu schützen, hängt einerseits für Bauherrn mit den Vorschriften der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) zusammen, andererseits – und dies gilt auch für einfache Sanierungsarbeiten – auch mit zeitgemäßem Verantwortungsbewusstsein, die Umwelt (den "Lebensraum Mensch" also) nicht noch mehr zu schädigen, als es bereits geschah. Hier geht es vor allem um das Gebot, ökologisch zu dämmen. Dies leisten natürlich abbaubare Dämmstoffe. Nicht Styropor oder Schaumstoff sind hier notwendig, sondern Materialien, die in der freien Natur immer schon ohne Schadstoffausstoß verrottet waren – und nachwachsen können!

Was leistet zum Beispiel Schafwolle? Bei einer Dämmung hiermit werden Schadstoffe aus der Luft gefiltert, die Luftfeuchtigkeit wird ausgeglichen – und Wolle ist gegenüber Schädlingen und Schimmel widerstandsfähig. Es ist erwiesen, dass dieses geruchslose Material bis zu 30 Prozent des eigenen Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen kann, ohne jedoch Dämmverluste zu erleiden. Die gleichen Eigenschaften hat Hanf. Es gibt Dämpfmatten, Wolle und sogar die Möglichkeit, Hanf in Hohlräume hineinzublasen. Die Dämmung ist optimal, wie auch bei Flachs. Elastische Dämmplatten aus diesem Material regulieren das Raumklima und passen sich dem Raumbedarf hinter den Dachsparren z. B. hervorragend an.

Weiterhin gibt es die Möglichkeit, Altpapier hier zu verwerten. Nämlich genauer: die aus dem Altmaterial recycelte Zellulose. Nicht nur, dass sie – wie die anderen Stoffe – zusätzlich zur Dämmwirkung die Luftfeuchtigkeit ausgleicht, sondern ist auch dazu fähig, Wärme zu speichern. Diese Thermalwirkung heißt auch: Es zu vermeiden, dass sich das Dach im Sommer überhitzt, wird durch genau dieses Material bewirkt. Dies ist wohl die langlebigste Methode, ökologisch zu dämmen – und zwar nicht nur gegen Wärme und Witterung, sondern auch den Schall.

Um einen solchen Dämmstoff zu erzeugen, wird Altpapier (zumeist von Zeitungen) in mehreren Schritten aufgefasert. Papierschnipsel werden so in dreidimensionale Zelluloseflocken verwandelt, die sich miteinander vernetzen und eine dichte Gesamtoberfläche bilden können. Durch die Zugabe von Borsalz erreicht dieses Material das Prädikat "schwer entflammbar". Schimmelpilze werden verhindert, Feuchtigkeit "geschluckt". Seine Wärmeleitfähigkeit wird in einem Rahmen von 0,040 bis 0,045 W/qmK angegeben. Dies bezeichnet eine hohe Isolierwirkung und deshalb auch der Schallschutz. Keine Chemikalien werden gebraucht – auch durch Dampf wird dieses Material nicht geschädigt.

Für die Weltraumfahrt wurde die folgende Methode längst entdeckt: Man dämmt mit Kork, um Temperaturen nicht hinein- bzw. hinauszulassen. Platten oder Rollen können wärmespeichernd für Hohlräume und auch Fassaden benutzt werden. Letztere können auch noch verputzt werden – dies ist ein Vorteil gegenüber den anderen benannten Dämmstoffen. Für all diese Stoffe gilt: Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert den Gebrauch von nachwachsenden Rohstoffen, die dazu dienen, ökologisch zu dämmen.