Perlite

Perlite

Perlit ist ein vulkanisches Glas, das auf chemische sowie physikalische Weise umgewandelt wurde. Es handelt sich um ein Gestein, das maximal 2 Prozent Wasser enthält. Wenn sich Obsidian, ein recht harter Stein, zu Perlit umwandelt, entstehen zahlreiche winzige Risse, durch welche er sich schließlich in kleine Glasscherben und -Kugeln zerteilt. So entsteht die Struktur, die für Perlite charakteristisch ist. Wenn Wasser in die Risse gelangt, kommt es zur Entglasung. Dabei entstehen aus dem amorphen Glas Kristalle von mikroskopischer Größe. Diese können aus Cristobalit, Feldspat und Quarz sein. Ist die Transformation schon weiter voran geschritten, bildet sich ein graues, türkisfarbenes oder bräunliches Lockergestein. Aufgrund von vulkanischen Aktivitäten gibt es sozusagen einen Vorrat an Perliten, der nie aufgebraucht ist.

Aufgeblähten oder rohen Perlit kann man als silikonimprägnierte Perlen für die Wärmedämmung einsetzen. In diesem Fall werden sie bei der Errichtung von Wohngebäuden in Form einer Schüttung in Fußböden und Decken eingebracht. Als Brandschutz fungieren sie ebenfalls. Dabei ist zu beachten, dass Perlit aufgrund seiner vulkanischen Herkunft gelegentlich zu einer radioaktiven Belastung führt. In der Baustoffindustrie kommt Blähperlit als Zuschlag- und Füllstoff für die Produktion von Putzen, Lacken, Farben und Trockenmörtel zum Einsatz. Bei der Herstellung von Stahl fungiert Perlit als Schlackebinder. Darüber hinaus wird es in der Herstellung von Getränkemitteln, in der Kältetechnik und der Schifffahrt benutzt.
Die Produkte, die man aus Perlit gewinnt, kann man ohne Weiteres wieder in der Natur entsorgen. Mit diesen Erzeugnissen können zum Beispiel Böden im Garten und der Landwirtschaft verbessert werden, und auch für die Feuchtigkeitsregulierung und Belüftung sind sie nützlich.