Persönliche Eigenständigkeit bewahren

Persönliche Eigenständigkeit bewahren
Themenabend zum "Wohnen im Alter und bei Behinderung" auf dem Kronsberg

Auch im Alter nicht auf durchdachten Wohnkomfort verzichten müssen? Trotz Behinderung die persönliche Eigenständigkeit und damit Lebensqualität bewahren? Wie das möglich ist, darauf geben drei Informationsveranstaltungen Antwort, die in den sogenannten Agenda 21-Musterhäusern in Hannover-Kronsberg stattfinden. Am 30. August sowie am 6. und 13. September, jeweils um 18:00 Uhr, besteht für Interessierte die Gelegenheit, in der Wülferoder Str. 62–72 sich umfassend rund um das Thema „Modernes Wohnen im Alter und bei Behinderung“ zu informieren.Die Themenabende werden angeboten von einer Kooperation von Tischlerbetrieben, die sich anlässlich der Expo 2000 zusammengetan haben, um im neuen Stadtteil Kronsberg zu demonstrieren, wie sie sich das Wohnen und Einrichten der Zukunft vorstellen. Drei Reihenhäuser wurden unter unterschiedlichen Themenstellungen komplett eingerichtet. Sie gliedern sich ein in das weltweit beachtete, sozialökologische Stadtentwicklungsprojekt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Weltausstellung.
In einem Themen-Haus wurden dabei bewusst die besonderen Wohnbedürfnisse älterer Menschen und Menschen mit einem dauerhaften oder vorübergehenden gesundheitlichen Handicap ins Visier genommen. Gerade diese Personen erfahren sehr häufig, dass herkömmliche Wohnungszugänge und -einrichtungen in ihrem Alltag manchmal unüberwindliche Hürden und Hindernisse darstellen. Dass es anders geht, dafür sorgen die gezielte Anordnung von Möbeln im Raum, spezifische Merkmale bei Greifhöhen und Greiftiefen oder auch viele technische Hilfsmittel. So können zum Beispiel in der Küche die Arbeitsflächen sowohl unterfahrbar als auch in ihrer Höhe einstellbar gestaltet werden. Auch persönliche Einstellmöglichkeiten der Küchenschränke erlauben optimale Steh- und Arbeitshöhen für jeden individuellen Bedarf.
Häufig liegen die Erleichterungen im Detail, die zum Teil auch nachträglich in ein Haus zu integrieren sind. Ein zusätzlicher Handlauf für die Treppenanlage oder ein Treppenlift entlasten insbesondere kleinwüchsige oder gehbehinderte Personen beim Wechsel der Etagen. Auch im Schlafzimmer kann durch spezielle Einrichtungen, für Pflegebedürftige und Rollstuhlnutzer etwa, ein geeignetes Umfeld geschaffen werden. Betten mit bequemen Liegehöhen und multifunktionale Nachttische schaffen ebenso besonderen Komfort wie Schränke mit Kleiderlift und Schubkästen mit Vollauszügen.
An den drei Themenabenden kann man die individuellen Lösungen für alle Einrichtungsbereiche vor Ort genau in Augenschein nehmen und sich intensiv beraten lassen. Die Häuser stehen übrigens an allen Wochentagen von 9:00 bis 18:00 Uhr Besuchern offen. Fachkundige Innenarchitekten und Handwerker stehen dort als Ratgeber zur Verfügung. Für nähere Informationen oder besondere Terminabsprachen sind sie unter Telefon (05 11) 56 35 80 erreichbar.