Polystyrol (PS)

Bei Polystyrol handelt es sich um einen teilkristallinen oder amorphen, durchsichtigen Thermoplast.

Man verwendet es entweder als Schaumstoff, also in Form von expandiertem Polystyrol, oder als Werkstoff, der thermoplastisch verarbeitet werden kann. Die technische Produktion von Polystyrol begann im Jahr 1931. Heute ist es ein sehr gefragter Kunststoff, der in vielen Bereichen Anwendung findet. Im Jahr 2007 wurden beispielsweise 15 Millionen Tonnen Polystyrol hergestellt.

Polystyrol zeichnet sich durch Beständigkeit gegen wässrige Laugen sowie Mineralsäuren aus. Gegen Benzin und andere unpolare Lösungsmittel ist es nicht beständig. Des Weiteren muss man die UV-Empfindlichkeit beachten. In amorpher, fester Form ist es schlagempfindlich, hart und glasklar. Eine hohe Neigung zur Bildung von Spannungsrissen ist einer der Nachteile, ebenso wie die geringe Wärmebeständigkeit. In geschäumter Form ist Polystyrol nicht so elastisch und fest wie festes Polystyrol. Es ist nicht transparent und weiß. Seine Wärmeleitfähigkeit ist nicht sehr hoch. Ob Polystyrol gegen Chemikalien beständig ist, hängt von der jeweiligen Temperatur ab.

Das geschäumte Polystyrol setzt man im Flugmodellbau ein. Ebenso wird es generell im Modellbau und von Landschafts- und Städteplanern verwendet. Die Infrarotspektroskopie setzt Polystyrolfolien als Wellenlängen-Standard ein. Zudem gibt es zahlreiche aus Polystyrol gestaltete Skulpturen im Bereich der Kunst. Am weitläufigsten genutzt wird Polystyrol in der Elektrotechnik. Dort sind seine günstigen Isoliereigenschaften von Vorteil. Man stellt daraus Teile wie Spulenkörper, Gehäuse und Schalter von Elektrogeräten her. Die Braubranche nutzt Polystyrol als Dämmstoff, in Form von geschäumten Polystyrol. Des Weiteren kann man gereckte Polystyrolfolie gemeinsam mit Zinn- oder Alufolie zur Produktion von Kondensatoren einsetzen. In der Verpackung von Lebensmittel ist es auch häufig anzufinden.