Polyvinylchlorid (PVC)

Unter Polyvinylchlorid (PVC) versteht man einen thermoplastischen, amorphen Kusntstoff.

PVC zeichnet sich durch Sprödigkeit und Härte aus. Um ihn formbar und weich zu machen, müssen ihm zunächst Stabilisatoren und Weichmacher beigegeben werden. Erst dann eignet er sich für technische Zwecke. Hergestellt wird PVC durch ionische oder radikalische Polymerisation aus dem Monomer Vinylchlorid. Günstig ist, dass PVC so gut wie kein Wasser aufnimmt. Darüber hinaus ist es resistent gegen Alkohol, Benzin, Laugen, Öl und Säuren. Nicht beständig ist das Material gegen Aceton, Benzol, Chloroform, Ether sowie gegen konzentrierte Salzsäure. PVC isoliert zudem gut, was es mit beinahe sämtlichen Kunststoffen gemeinsam hat.

Nahezu die Hälfte, nämlich 40% des PVCs kommt im Baubereich zum Einsatz. Aus PVC fertigt man unter anderem Fensterprofile, Dachbahnen, Fußbodenbeläge, Rohre sowie Ummantelungen und Isolierungen von Kabeln an. Auch Schallplatten bestehen aus Polyvinylchlorid. Fensterprofile, die aus PVC sind, müssen nur selten gewartet werden und sind außerdem witterungsbeständig und in diversen Farbnuancen und Varianten erhältlich. Bei Rohren kommt es unter Verwendung von PVC weniger schnell zur Zusetzung. Auch Kabel, die schwer entflammbar sind, fertigt man aus PVC an, denn das Material erlischt rasch wieder, wenn keine äußere Beflammung auf es einwirkt. Es enthält außerdem sehr viel Chlor, wodurch es schwer entflammbar wird. PVC-Folien sind genauso vielseitig einsetzbar. Aus ihnen besteht zum Beispiel Kunstleder oder die in Wasserbetten enthaltenen Wasserkerne. In Form von Hartschaum findet PVC des Weiteren in der Faserbundtechnologie Anwendung. Als sogenannter Sandwichwerkstoff wird es dort für die Rotorblätter von Windkraftanlagen, den Waggonbau und Sportboote gebraucht. In Plattenform erhältliches, geschäumtes PVC ist nützlich als Trägermaterial für Bilder, Schriftzüge, Grafiken und weitere Werbemedien.