Porphyr

Unter dem Namen Porphyr werden unterschiedliche Vulkangesteine zusammengefasst.

Porphyr verfügt stets über gut ausgebildete, große Kristalle in einer feinkörnigen Grundmasse. In der Regel besteht Porphyr aus Feldspäten. Differenziert wird zwischen quarzarmen und quarzreichem Porphyr. Quarzarme Arten von Porphyr sind beispielsweise Andesit, Dazit oder Trachyt. Die Fachbezeichnung für quarzreiches Porphyr lautet Rhyolith.

Porphyr bildet sich, wenn im Inneren der Erde die Magma allmählich abkühlt. Es entstehen zunächst nur wenige Kristalle, die jedoch recht groß sind. Sie schwimmen in der Schmelze und wenn das Magma beim Ausbruch eines Vulkans rasch nach oben steigt, kommt es zur schnellen Abkühlung und Kristallisierung des Magmas. Dies führt zur Entstehung zahlloser, winziger Kristalle, welche man Matrix nennt. Die großen Kristalle, die man gut erkennen kann, heißen Einsprengling.

In Deutschland kommen Porphyre recht häufig vor, unter anderem im Thüringer Wald, im Norden des Saalekreises, im Odenwald, bei den Bruchhauser Steinen und im Meißener Land. Auch in Skandinavien kann man Porphyre finden, hauptsächlich im Oslo-Gebiet.

Bereits im Alten Ägypten wurde Porphyr eingesetzt, und auch bei den Römern war das Gestein beliebt. So wurde beispielsweise die Tetrarchenstatue am Markusdom in Venedig aus Porphyr erstellt. Darüber hinaus wurden viele Grabmäler aus Porphyr gefertigt, zum Beispiel diejenigen von Kaiser Friedrich II sowie Wilhelm I. von Sizilien. Heute kommt Porphyr hauptsächlich in der Baustoffindustrie zum Einsatz. Man fertigt man aus dem Gestein Splitt und Schotter. Auch als Naturwerkstein ist er äußerst beliebt. Im Innenausbau nutzt man ihn zu dekorativen Zwecken oder zur Herstellung von Arbeitsplatten und Ähnlichem. Besonders schön zur Geltung kommen polierte Porphyre.