Preiskampf am Bau und bei den Baustoffherstellern

Preiskampf am Bau und bei den Baustoffherstellern

Preiskampf am Bau und bei den Baustoffherstellern

„Man muss dem Kunden glaubhaft vermitteln,
dass er sich Billiges nicht leisten kann.“

Die Baukonjunktur lahmt und mit ihr der Absatz der Baustoff-Industrie. Die Baustoff-Hersteller stehen in einem harten Preiskampf, der Züge eines Verdrängungswettbewerbes trägt. Den Zuschlag erhält, wer den günstigsten Preis anbietet. Folge: Die Margen schwinden bei den Herstellern und beim Handel. Ein Unternehmen, das seit Jahren eine andere Politik fährt, ist die Bisotherm GmbH, Mülheim-Kärlich. Sie produziert Steine aus hochwertigem Bims und behauptet sich mit ihrem Sortiment im oberen Preissegment. Dafür setzt das mittelständische Unternehmen nicht auf austauschbare Produkte, die über den Preis leicht gegeneinander ausgespielt werden können, sondern vielmehr auf ein ausgewogenes Verhältnis von Preis und Leistung. „Dieses Verhältnis muss stimmen. Das allerdings scheint in unserer Branche in Vergessenheit zu geraten“, kritisiert Arno Helweg, Geschäftsführer der Bisotherm GmbH.

Kühles Rechnen statt „Geiz-ist-Geil“

Wer ein Haus baut, tätigt die vermutlich größte private Investition seines Lebens. Da ist kühles Rechnen angesagt und kein blindwütiger Geiz. „Wir erleben Bauherren, die verstehen, dass die Gesamtbetrachtung zählt.“ Der Preis für den Stein sage nichts aus, die Frage sei, welche Kosten der Stein in der Folge verursacht beziehungsweise zu welchen Einsparungen er verhilft. „Zum Beispiel beim Bauen durch die kostensparende einschalige Bauweise, zum Beispiel bei den geringeren Heizkosten durch hohe Wärmedämmwerte“, erläutert Helweg.

Wie erfolgreich man mit einer solchen Politik in der Nische tätig sein kann, belegt nicht nur die Entwicklung des Unternehmens. So hat VW derzeit große Probleme, Porsche ist so erfolgreich wie nie. „Das zeigt, dass man im Massengeschäft durchaus anfällig sein kann, während im hochpreisigen Segment die Kunden gebunden werden.“ Quantität ist dabei eben nicht mehr entscheidend. Heute definiert sich der Alleinstellungsanspruch vielmehr über hochwertige neue Produkte, also über die Qualität. Das sei zwar für einen Mittelständler nicht immer leicht, so Helweg, aber möglich.

Umweltfreundliche Wärmedämmung leicht gemacht

Bisotherm-Produkte sind sowohl für das Außen- als auch für das Innen- und Kellermauerwerk lieferbar. Die Kombination der Steinsysteme im Falle eines Neubaus schafft dabei nicht nur ein angenehmes Raumklima, es schont mit Blick auf die späteren Betriebskosten auch den Geldbeutel des Bauherrn. Denn die Naturbimssteine befriedigen selbst höchste Ansprüche bei der Erfüllung der Energieeinsparverordnung und ermöglichen den Bau von Drei-Liter-Wohnhäusern oder sogar Passivhäusern. So erreicht der neueste Leichtbetonstein aus dem Hause Bisotherm eine Wärmeleitfähigkeit von 0,09 W/mK. Dies entspricht dem zur Zeit besten Wert in der Leichtbetonindustrie und unterstreicht das Engagement von Bisotherm für ein nachhaltiges Bauen und Wohnen.

Neben den Produkten für den Neubaubereich produziert Bisotherm Naturbimssteine für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel im Bereich der Altbau-Sanierung. Neuausfachungen bei Fachwerkhäusern sind nur ein Beispiel, bei dem die Vorteile des Naturbimssteins voll zur Geltung kommen. Aufgrund der geringen Rohdichte der Leichtbetonsteine wird die tragende, vormalige Holzkonstruktion statisch nicht hoch belastet. Auch die Wärmeleitfähigkeit mit 0,14 W/mK liegt im Bereich der Holzkonstruktion und somit bleibt die gesamte Konstruktion spannungsarm (und die Feuchtebelastung des Holzes gering).

„Wir glauben, mit Qualität immer noch das beste Argument auf unserer Seite zu haben. Als Mittelständler sind wir da konservativ aus Überzeugung“, so Helweg. Man müsse dem Kunden nur glaubhaft vermitteln, dass er sich Billiges einfach nicht leisten kann.