PVC Boden verlegen

PVC-Böden sind heutzutage eine gute Alternative zu Fliesen.

Sie sind strapazierfähig und pflegeleicht und es gibt sie mittlerweile in unzähligen ansehnlichen Dekoren. Manchmal ist ein Unterschied zu echten Fliesen, Laminat oder gar Parkett nur noch bei genauerem Hinsehen zu erkennen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man auch gutes PVC schon zu günstigen Preisen erhält. Und sollten Sie mal umziehen, rollen Sie den Boden wie einen Teppich zusammen und nehmen ihn mit ins neue Heim.

Beim Verlegen von PVC gibt es zwei Möglichkeiten der Verlegung. Zum einen das Verkleben, zum anderen Loses Verlegen. Die Variante des losen Verlegens eignet sich vor allem bei kleineren Räumen, bevorzugt im Privaten Bereich, die einer normalen Begehungsbelastung ausgesetzt sind. Diese Räume sollten nicht größer als 20 qm sein. Größere Räume und Bereiche mit höherem Publikumsverkehr sollten vollflächig verklebt werden.

PVC gibt es in unterschiedlichen Breiten, üblich sind jedoch 4 Meter Breite. Je nach dem wie groß der Raum ist, müssen mehrere Bahnen nebeneinander verlegt werden. Hierbei ist wichtig, dass man das Rapportmuster beachtet. Dies bedeutet, dass man die Kanten der aneinanderstoßenden Bahnen deckungsgleich aneinander fügt. So entsteht ein durchgehendes Bild.

Bevor es ans Werk geht, überzeugen Sie sich, dass Sie alle notwendigen Materialien und Werkzeuge zur Hand haben. Dies sind Teppichschneideschiene, ein Zollstock, bei der Verklebetechnik ein Zahnspachtel mit feiner Zahnung, bei der losen Verlegung doppelseitiges Klebeband, dann ein Messer jeweils mit gerader Klinge und mit Hakenklinge, ein Hammer und eine gepolsterte Andruckrolle.

Sollten Sie sich für die lose Verlegung entscheiden, kleben Sie den Raum mit dem doppelseitigen Kleberband rundherum ab. Rollen Sie nun den PVC-Boden aus. Am besten beginnen Sie in einer rechtwinkligen Ecke, das erleichtert die Ausrichtung des Bodens.
An den Enden, wo der Bodenbelag übersteht, schneiden Sie diesen mit der Hakenklinge passend zu. Lassen Sie hierbei eine etwa 1mm breite Dehnungsfuge zur Wand. Bedenken Sie, dass Türen, Vorsprünge und Nischen entsprechend mit einberechnet werden müssen – also nicht einfach gerade abschneiden, sonder für diese Bereiche Material überstehen lassen und entsprechend zuschneiden. Mit dem Cuttermesser lassen sich die Konturen von Türen, Rahmen, Vorsprüngen und Nischen exakt aussparen. Damit die Konturen sauber aussehen, schneiden Sie am besten erst die jeweiligen Ecken ein und ziehen dann das Cuttermesser von Ecke zu Ecke. So vermeiden Sie, dass Sie vor allem an kniffligen Kanten aus Versehen zu viel Material abschneiden.

Liegt der Boden komplett und ist an den Kanten zugeschnitten, können Sie ihn nun befestigen, in dem Sie immer aus den Raumecken heraus das die Oberseite des doppelseitigen Klebebandes abziehen und den Boden fixieren. Müssen Sie mehrere Bahnen nebeneinander verlegen, denken Sie zum einen an den Rapport. Zum anderen bringen Sie einseitiges Klebeband mit der nichtklebenden Seite nach unten an die Unterseite des Bodenbelags an und verbinden so die beiden nebeneinander liegenden Bahnen. So vermeiden Sie, dass die Bahnen auseinander- bzw. verrutschen. Haben Sie kein einseitiges Klebeband zur Hand, können Sie auch doppelseitiges benutzen und lassen einfach nur die untere Schutzfolienseite dran. Mit einer Andruckrolle reiben Sie mit Druck aber dennoch mit Bedacht über die Nahtstellen.

Um knifflige Bereiche wie Heizungsrohre zu ummanteln, scheiden Sie zunächst einen graden Schnitt in die Verlaufslinie der Rohre und schneiden Sie dann kreisförmig um die Rohre herum. Gleichermaßen gehen Sie auch z.B. bei Balken oder Pfosten, zum Beispiel von einer Treppe, innerhalb des Raumes vor.

Jetzt noch Fußleisten anbringen – fertig!

Sollten Sie sich für die Variante des vollflächigen Verklebens entschieden haben, gehen Sie am besten wie folgt vor:
Legen Sie den Bodenbelag wie oben im Raum aus. Nun schlagen Sie eine halbe Seite des Belags zurück und tragen speziellen Dispersionskleber auf den Untergrund auf. Lassen Sie dem Kleber ein wenig Zeit zum Atmen (Gebrauchanweisung beachten), dann rollen Sie ihn nach und nach auf die mit Kleber bestrichene Fläche (stellen Sie sich vor, Sie seien der PVC-Belag und Sie müssten sich Wirbel für Wirbel auf den Rücken legen..:-)). Gehen Sie nun mit der zweiten Seite der Bahn genau so vor. Stellen Sie während es Verlegens immer wieder sicher, dass sich unter dem Belag keine Hohlräume bilden, in denen sich Luft einschließt. Dazu wischen Sie am besten die Bahnen mit einer Andruckrolle aus und machen Sie immer mal wieder einen Klopftest.
Ist der Boden komplett verklebt, können Sie Kanten und Ecken passend zuschneiden.