Rechtzeitig renovieren

Rechtzeitig renovieren!

„Irgendwie“ wurde es damals verschwitzt, das Hoftor gleich mit zu machen, als die Hausfassade renoviert wurde. Und so blieb es dann, bis es höchste Zeit war: Grau und hässlich sah es sowieso schon aus (Bild 1), aber mittlerweile war der alte Anstrich auch spröde und rissig geworden. Die Farbe blätterte ab und an manchen Stellen hatte das Holz gar keinen Schutz mehr.Das bedeutete: Jetzt aber die Ärmel hochkrempeln! Der alte Lack wurde abgeschliffen, und „nacktes“ Holz, das durch Witterungseinflüsse bereits vergraut war, musste mit dem Schwingschleifer so lange bearbeitet werden, bis sein natürlicher Farbton wieder zu sehen war. Dann wurde eine lösemittelhaltige Grundierung aufgebracht. Wegen des rohen Holzes. Denn nur so lässt sich verhindern, dass wasserlösliche Farbstoffe des Holzes später „durchbluten“. Nach nochmaligem Schleifen diesmal aber nur leicht, um die Oberfläche aufzurauhen wurde das Tor mit einer seidenglänzenden, lösemittelarmen Acryl-Wetterschutzfarbe lackiert. Die Scharnierbeschläge, die zum Schluss angestrichen wurden, erhielten den gleichen dunkleren Blauton wie der Rahmen der Haustür. So passen beide zusammen und harmonieren in „weichem“ Kontrast mit dem Fachwerk (Bild 2).Das Deutsche Lackinstitut empfiehlt, mit Renovierungsanstrichen nicht bis zum letzten Moment zu warten. Denn der schlimmste Feind von Baubestandteilen aus Holz also Türen, Fenster, Balken u.a.m. ist Feuchtigkeit. Sobald die Lackbeschichtung nicht mehr „dicht“ ist, dringt Nässe in die Fasern. Sie lässt das Holz aufquellen und ist zugleich das bevorzugte Lebenselement von Mikroorganismen, die das Holz zerstören. Regelmäßige Auffrischungsanstriche sorgen daher nicht nur für Glanz und Schönheit, sondern sichern den Objekten auch eine lange Lebensdauer.