Regensburger: "Aktuell 6.470 Kilometer Radwege an bayerischen Bundes- und Staatsstraßen"

Regensburger: "Aktuell 6.470 Kilometer Radwege an bayerischen Bundes- und Staatsstraßen"
"Bis Ende 2002 gab es in Bayern insgesamt 3.100 Kilometer Radwege an Bundesstraßen und 3.370 Kilometer Radwege an Staatsstraßen. Zusammen genommen entspricht das etwa der Strecke München - Nordkap und zurück. Aktuell sind damit 45 Prozent des 6.800 Kilometer langen Bundesstraßennetzes und 24 Prozent des 13.970 Kilometer langen Staatsstraßennetz mit Radwegen ausgestattet", gab Innenstaatssekretär Hermann Regensburger bekannt.
Laut Regensburger ist es Aufgabe des Staates, durch den Bau von straßenbegleitenden Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen den Radverkehr sicherer zu führen. Regensburger stellt in dem Zusammenhang klar, dass dabei Radwege zuerst dort gebaut werden, wo das Gefährdungspotential durch hohes Verkehrsaufkommen am größten ist. Das durchschnittliche Verkehrsaufkommen auf den bayerischen Bundesstraßen ist etwa zwei bis drei Mal so hoch wie auf den Staatsstraßen. Abseits der Bundes- und Staatsstraßen sind sowohl außerorts als auch in den Städten und Ortschaften die kommunalen Gebietskörperschaften für den Bau und den Unterhalt von Radwegen zuständig. Regensburger: "Die ständig steigenden Verkehrszahlen und die gleichzeitig steigende Popularität des Fahrrades haben aber leider auch zu einer Zunahme der Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern geführt. Dies schlägt sich auch in den Unfallzahlen nieder." Nach der polizeilichen Unfallstatistik waren 2002 auf Bayerns Straßen insgesamt 13.346 Fahrradfahrer an Verkehrsunfällen beteiligt (2001: 13.470). Dabei wurden 11.246 Radfahrer verletzt (2001: 11.381) und 105 getötet (2001: 125). "Angesichts der hohen Unfallzahlen wird die bayerische Polizei wie schon in den vergangenen Jahren auch heuer wieder große Anstrengungen unternehmen und neben präventiven Maßnahmen wie den bekannten Aktivitäten im schulischen Bereich zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen durchführen, um Kraftfahrer und Radfahrer zu sensibilisieren", kündigte Regensburger an. Doch auch die Radfahrer selbst müssen aus Sicht Regensburgers aktiv zu ihrer Sicherheit beitragen: "Da Radfahrer bei Unfällen immer die Leidtragenden sind, sollten sie im eigenen Interesse stets die Verkehrsregeln strikt beachten und Schutzkleidung, insbesondere Fahrradhelme tragen." Nach Einschätzung von Experten ließen sich 80 % aller Schädelverletzungen durch das Tragen Fahrradhelmen vermeiden.