Regierung in Warschau muss ´Polnischer Treuhand´ Einhalt gebieten

Regierung in Warschau muss ´Polnischer Treuhand´ Einhalt gebieten

Kampfgeschrei und die Verwendung von Symbolen aus dem Dritten Reich passen nicht in das gemeinsame Europa des 21. Jahrhunderts

20. Januar 2006: Zu den von der ´Polnischen Treuhand´ gestarteten Kampagne mit antideutschen Propagandaplakaten aus dem Zweiten Weltkrieg erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen und Flüchtlinge der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme MdB:

Es stellt eine schwere Belastung im deutsch-polnischen Verhältnis dar, wenn mit derart archaischen Methoden, wie sie von der ´Polnischen Treuhand´ verwandt werden, antideutsche Hetze betrieben wird. Kampfgeschrei und die Verwendung von Symbolen aus dem Dritten Reich passen nicht in das gemeinsame Europa des 21. Jahrhunderts.

Noch bedenklicher als die Existenz der ´Polnischen Treuhand´ ist, dass auch Parlamentarier aus dem polnischen Sejm und sogar Staatspräsident Lech Kaczynski diese Organisation unterstützen. Hier ist ein Umdenken dringend erforderlich.

Der möglicherweise bevorstehende Wahlkampf in Polen droht sonst erneut zu einer antideutschen Veranstaltung auszuarten. Das deutsch-polnische Verhältnis ist aber zu kostbar, um es zu gefährden oder zu beschädigen.

Deshalb gibt es in Deutschland auch keine im Parlament vertretene Partei, die die ´Preußische Treuhand´ als Organisation sowie ihre Arbeit unterstützt.

Es ist von größter Wichtigkeit, dass die polnische Regierung und das polnische Parlament sich auf ihre Verantwortung für Verständigung und Aussöhnung im deutsch-polnischen Verhältnis erinnern und zum Wohle des deutsch-polnischen Verhältnisses dem Treiben der ´Polnischen Treuhand´ Einhalt gebieten.

Autor(en): Jochen-Konrad Fromme

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