Regionaltypische Dachformen

Regionaltypische Dachformen

"Zeig mir Dein Dach und ich sage, wo Du wohnst!"

Flach geneigte Satteldächer in schneereichen Gebieten, tiefgezogene Traufen - jede Dachform muss den Witterungsbedingungen entsprechen. Deshalb prägen Dächer auch oft das Landschaftsbild einer ganzen Region. Gleich für welches Dach - Bauherren sollten das Eindeckungsmaterial mit Bedacht auswählen. Vor allem soll es möglichst lange farbecht sein und sauber bleiben - neue Dachsteine mit speziellen High-Tech-Oberflächen sind so glatt, dass Schmutzpartikel aus der Luft sofort abgewaschen werden. In sturmgefährdeten Gegenden, beispielsweise im küstennahen Flachland, schließen Dächer meist direkt mit den Hauswänden ab. "An windanfälligen Standorten sollte auf überstehende Traufen verzichtet werden. Sie bieten größere Angriffsfläche für den Wind und werden bei Stürmen leicht beschädigt", rät Oliver Kortendieck, Anwendungstechniker der Dachziegelwerke Nelskamp, Schermbeck. Im schneereichen Süden sind Dächer oft flach geneigt, damit sich die Schneelast gleichmäßig verteilt. Zusätzlich sorgen Schnee-Fanggitter für Sicherheit vor Dachlawinen.

In ländlichen Gebieten, vor allem bei alten Bauernhöfen, sind häufig "halbe Satteldächer" zu sehen. Sie werden Pultdächer genannt - der klassische Baustil für Anbauten und Ställe. Nebengebäude wurden früher auch direkt an das Gutshaus angebaut, um Baumaterial zu sparen und die "gute Stube" besser zu isolieren bzw. Stallwärme zu nutzen.

Bebauungspläne legen Form und Farbe fest

Typisch für viele Großstädte ist das Mansarddach mit zwei unterschiedlichen Schrägen. Es bietet durch seine Gestaltung zusätzlichen Platz zum Wohnen. Diese Dachform, benannt nach dem französischen Architekten Jules Hardoin Mansart, wurde im Frankreich des 18. Jahrhundert genutzt, um Unterkünfte für Dienstboten zu erhalten.

Viele Bebauungspläne legen fest, wie Dächer aussehen müssen. Oft sind sogar Material und Farbe der Eindeckung geregelt. "Ziel ist eine möglichst harmonische Gestaltung des Ortsbildes. Denn jede Region hat im Laufe ihrer Besiedlung einen charakteristischen Baustil entwickelt", erläutert Kortendieck.

Sauberkeit und Farbechte

Ob Sattel-, Pult- oder Mansarddach - eines wünschen sich Hausbesitzer bei jeder Dachform: Es soll lange "so wie neu" sein. "Der Trend geht zu immer sauberen und besonders farbbeständigen Eindeckungsmaterialien", so der Nelskamp-Experte. "Dachsteine erreichen dieses z. B. mit einer feinen Mikrobeton-Oberfläche, die Poren vermeidet und so vor Schmutz schützt. Denn Algen, Moose und Flechten werden vom Regen gleich wieder abgewaschen."

Übrigens: Ziegel sind auch nicht nur fürs Dach bestimmt: In Niedersachsen dienen sie z. B. oft als vorgehängte Fassade.

Weitere Informationen über Dachformen und Ausführungsweisen unter www.nelskamp.de.