Rente mit 67 und Gesundheitsreform: IG BAU fordert Kehrtwende

Rente mit 67 und Gesundheitsreform: IG BAU fordert Kehrtwende

Wiesbaden, 30.10.2006 Andreas Steppuhn, Vorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und SPD-Bundestagsabgeordneter, fordert die Bundesregierung hinsichtlich geplanter Rente mit 67 und Gesundheitsreform zur Kehrtwende auf.Beide belasteten einseitig die Arbeitnehmer während Arbeitgeber und Kapitalerträge entlastet würden. „Diese Politik hat in den letzten 20 Jahren zu stetig wachsender Armut geführt. Vor den Folgen hat die IG BAU von Anfang an gewarnt“, sagte Steppuhn auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD in Wiesbaden.
„Ziel muss es sein, dass hart arbeitende Menschen wie am Bau und in der Gebäudereinigung nicht bis zu ihrem Tod schuften müssen“, betont der IG BAU-Vorstand. Der Einstieg in die Bürgerversicherung sei misslungen. Damit sei eine entscheidende Wahlaussage der SPD aus 2004 nicht erfüllt. Gerade körperlich schwer arbeitende Arbeitnehmer scheiden krankheitsbedingt früher aus dem Erwerbsleben aus. Deshalb bedeute für sie die Rente mit 67 fast zwangsläufig eine Rentenkürzung.
Es gebe Alternativen zu Gesundheitsreform und Rente mit 67, nämlich die Bürgerversicherung unter Einbeziehung weiterer Einkunftsarten ein Alternativ-Konzept der IG BAU.