Sand

Sand ist ein Sedimentgestein, das in der Natur vorkommt.

Ein Haufen Mauersand für mischen von MauermörtelEs ist unverfestigt und besteht aus einzelnen Sandkörnern, deren Korngröße bei zwischen 0,063 und 2 mm liegt. Sand gehört zu den nicht bindigen Böden. In der DIN 4022 ist die Unterteilung der verschiedenen Sandarten festgelegt. Je nach Korngröße unterscheidet man zwischen Feinsand, Mittelsand und Grobsand. Darüber hinaus sind Feinstsand, Grobschluff, Grand (gröberer Sand), Rundsand, Flussand, Bruchsand, Quetschsand und weitere Sandarten bekannt.

Sand bildet sich, wenn andere Gesteine chemisch und physikalisch verwittern. Das Ausgangsmaterial sind metamorphe und magmatische Gesteine. Wind, Wasser und Schwerkraft bewirken einen Transport und eine Durchmischung und Sortierung der Körner. Auch die Zusammensetzung der enthaltenen Mineralien kann sich dabei ändern. Aufgrund von mechanischen Einflüssen kommt es zu einer Änderung der Form der einzelnen Sandkörner, sie werden runder und abgeschliffen. Der Großteil des Sandes auf der Erde ist aus Sandsteinen entstanden. Dabei wurde der Sand abgelagert, fachsprachlich sedimentiert, von anderen Sedimenten überdeckt, hat sich verfestigt und durch Bindemittel ist es zur Verkittung der Körner gekommen.

Vor allem im Bauwesen sowie in der Glasindustrie ist Sand ein sehr wichtiger Rohstoff. Als Baustoff kommt er im Erdbau, im Tiefbau sowie beim Bau von Verkehrswegen zum Einsatz. Er ist zudem ein Zuschlagsstoff von Mörtel und Beton und man benutzt ihn für die Verzierung von Fassaden und Innenräumen von Gebäuden. Als Rohstoff für die Produktion von Zement benutzt man außerdem Sand, der sehr quarzreich ist. Dieser findet auch beim Kugelstrahlen (in der Umgangssprache „Sandstrahlen“) Anwendung, sowie zum Herstellen von Glas. Aus siliziumreichem Sand fertigt man Halbleiter. Auch in der Abwasserreinigung ist Sand von Bedeutung, ebenso wie als Speichermedium für Erdöl, Erdgas und Trinkwasser.