Sandstein

Bei Sandstein handelt es sich um ein Sedimentgestein, das aus Sandkörnern besteht.

Diese Sandkörner sind hauptsächlich aus Quarz und miteinander verkittet. Sind sehr viele andere Minerale enthalten, wird das Gestein Grauwracke oder Arkose genannt. Ist die Mehrheit der Körner größer als 2 mm, heißt das Gestein Konglomerat, wenn die Körner abgerundet sind und Brekzie, wenn die Körner eckig sind.

Sandstein bildet sich, wenn lockerer Sand verkittet, er entsteht also unter den selben Bedingungen wie Sand. Er setzt sich aus den Trümmern von Gesteinen zusammen, die abgetragen oder verwittert sind. Das enthaltene Quarz ist recht verwitterungsbeständig, weswegen es zu einer starken Anreicherung beim Transport und der Verwitterung und zum gleichzeitigen Verfall anderer Mineralkörner kommt. Am häufigsten entstehen Sandsteine im Meer, vorwiegend in den Flachmeeren. Es gibt jedoch auch an Land Sandsteinvorkommen.

In Deutschland findet man beispielsweise im Elbsandsteingebirge und im Zittauer Gebirge Sandstein. Weitere Beispiele sind der Baumberger Sandstein, der Anröchter Sandstein, der Ibbenbürener Sandstein, der Rorschacher Sandstein, der Teutoburgerwald-Sandstein, der Wesersandstein und der Worzeldorfer Sandstein. Es existieren die unterschiedlichsten Farben von Sandstein, darunter grau, braun, rot, gelb, weiß und grün, die je nach Fundort und Entstehung variieren.

Als Baumaterial wird Sandstein sehr oft eingesetzt. Eine weitere Verwendung findet er beim Bau von Skulpturen oder zum Pflastern. Städte, in denen viele Sandsteinbauten stehen, sind zum Beispiel Nürnberg, Düsseldorf und Dresden. Je bruchfrischer die Sandsteine sind, desto einfacher ist ihre Be- und Verarbeitung. Da man Sandsteine auf verschiedene Weise zur Ablagerungsrichtung schneiden kann, entstehen unterschiedliche Texturen an den Sichtflächen.