Sauberes Trinkwasser für Bayerns Bürger

Sauberes Trinkwasser für Bayerns Bürger
Umweltminister Schnappauf: Trinkwasserversorgung muss kommunale Pflichtaufgabe bleiben / klares Bekenntnis der Bundesregierung notwendig / Bayerns Was

(München/Wiesenfelden) Umweltminister Schnappauf forderte gestern (9. Nov.) beim Seminar "Nachhaltig Leben" des Bund Naturschutz in Wiesenfelden von der Bundesregierung ein klares und tatkräftiges Bekenntnis, dass die Wasserversorgung eine kommunale Pflichtaufgabe bleibt. Bislang gibt es nur einen dürftigen Satz in der Koalitionsvereinbarung von Rot-Grün, wonach die Wasserversorgung kommunale Aufgabe bleiben soll. Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister hat die Liberalisierung der Wasserversorgung betrieben. Schnappauf erwartet jetzt vom neuen Wirtschaftsminister Clement eine verbindliche Zusage, dass die Liberalisierung der Wasserversorgung in Deutschland nicht mehr weiterverfolgt wird.
Nach Schnappaufs Worten ist die hervorragende Trinkwasserqualität in Bayern ein Beweis für den bisherigen Erfolg der kommunalen Trinkwasserversorgung. Mehr als 90 Prozent des Trinkwassers werden im Freistaat aus dem Grundwasser gewonnen. 2600 kommunale Versorgungsunternehmen versorgen Bayern mit sauberem Trinkwasser. Rund zwei Drittel des Trinkwassers können ohne jegliche Aufbereitung - naturrein und quellfrisch - direkt an die Verbraucher abgegeben werden. Grundlage dafür ist ein seit Jahrzehnten erfolgreich betriebener nachhaltiger Gewässerschutz. Er schützt das Grundwasser flächendeckend vor Verunreinigungen. Zusätzlich sichern rund 3400 Wasserschutzgebiete auf derzeit 3,5 Prozent der bayerischen Landesfläche den Nahbereich der vielen dezentralen Trinkwasserbrunnen und- quellen. Ziel ist es, rund 5 Prozent Landesfläche für den Wasserschutz zu sichern. Der Freistaat setzt dabei zur Sicherung von Grund- und Trinkwasser auf Kooperation und Zusammenarbeit zwischen Wasserversorgungsunternehmen und der Landwirtschaft. Dabei nimmt der Freistaat mit dem Abschluss freiwilliger Vereinbarungen für den Schutz des Trinkwassers in Deutschland die absolute Spitzenstellung ein. Fast 200 der bundesweit rund 430 Trinkwasserschutz-Kooperationsprojekte befinden sich in Bayern.

Mit freiwilligen Vereinbarungen setzt der Freistaat mit den Vertragspartnern aus der Landwirtschaft auf ein zusätzliches Plus an Schutz. Wasserversorgungsunternehmen und Landwirte vereinbaren dabei, Flächen in Wasserschutzgebieten und darüber hinaus besonders grundwasserschonend zu bewirtschaften und erhalten dafür eine Ausgleichszahlung. "Das Gesamtkonzept hat sich hervorragend bewährt und soll noch weiter ausgebaut werden", hob Schnappauf hervor.

Weitere Informationen: http://www.wasser.bayern.de