Schafwolle

Schafwolle

Schafwolle ist Wolle von Schafen. Obwohl es sich bei Wolle um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, ist seine Umweltbilanz nur bedingt positiv, denn Schafe setzen bei der Verdauung große Mengen an Methan frei – ein äußerst gefährliches Treibhausgas, das bis zu 30 Mal so schädlich wie Kohlenstoffdioxid ist. Mit den Begriffen Reine Schurwolle oder Schurwolle ist gemeint, dass die Wolle von einem lebenden Tier stammt, im Gegensatz zu Reißwolle, einem Recyclingprodukt, welches aus Alttextilien gewonnen wird. Man wäscht die Wolle schonend, kämmt, färbt oder bleicht sie, und spinnt sie mit Hilfe von exakten Spinnmaschinen, die elektronisch gesteuert werden, zu langen Fäden.

Eingesetzt wird Wolle vorrangig von der Textilindustrie, aus ihr werden Kleidungsstücke, Sitzbezüge in Bahnen, Bussen, Flugzeugen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und Teppiche hergestellt. Aber auch als Dämmstoff wird Wolle verwendet. Ihr Feuchtewiderstand ist sehr niedrig, sodass die Luftfeuchtigkeit im Zimmer Stoffe aus Wolle leicht durchdringen kann. Von Vorteil ist, dass sich Wolle als Dämmstoff gut verwerten lässt und dass sie hohe Schall- und Wärmeschutzwerte aufweist. Außerdem kann sie Feuchte gut puffern.

Allerdings ist Wolle verglichen mit anderen Dämmstoffen sehr kostspielig. Zudem muss die Wolle, um sie haltbar zu machen, mit einer Reihe von Chemikalien behandelt werden, weswegen sie nicht selten Pestizide enthält. Das wohl größte Problem mit Wolle dürften Stauballergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma haben, denn es kann zur Ausbreitung von Staubmilben kommen. Bei der Anwendung als Textilfaser fusselt Wolle leicht und kann außerdem auf der Haut kratzen, was zu allergischen Reaktionen führen kann.