Schaumkunststoff

Schaumkunststoff

Der Begriff Schaumstoff (oder Schaumkunststoff) bezeichnet Stoffe, die auf künstliche Weise hergestellt werden und eine geringe Dichte sowie eine zellige Struktur aufwiesen. So gut wie alle Kunststoffe können geschäumt werden. Man differenziert zwischen verschiedenen Arten von Schaumstoff. Bei geschlossenzelligem Schaumstoff sind die Wände, welche sich zwischen den individuellen Zellen befinden, gänzlich geschlossen. Handelt es sich um offenzelligen Schaumstoff, liegen keine geschlossenen Zellwände vor, daher sind diese Arten von Schaumstoffe fähig zur Aufnahme von Flüssigkeit. Im Falle von Integralschäumen ist die Außenhaut dick und geschlossen. Zudem besitzen sie einen zelligen Kern und ihre Dichte wird umso geringer, je näher die Außenseite rückt. In Gemischtzelligen Schaumstoffen sind sowohl geschlossene als auch offene Zellen enthalten.

Es gibt verschiedene Arten, um Kunststoffe zu schäumen. Beim mechanischen Schäumen rührt man Luft in die Paste oder das Harz ein, das geschäumt werden soll. Wenn die Paste geliert oder das Harz sich vernetzt, kommt es zur Verfestigung des Schaumstoffes. Beim chemischen Schäumen setzt man dem Kunststoffgranult ein Treibmittel zu. Dann wird Wärme zugeführt, um eine Abspaltung des flüchtigen Bestandteils des Treibmittels, und damit ein Aufschäumen der Schmelze zu erzielen. Ein drittes Verfahren ist das physikalische Schäumen. Dabei setzt man einen physikalischen Vorgang ein, um das Material aufzuschäumen.

Beispiele für Schaumstoffe sind duroplastische Schäume, elastomere Schäume und thermoplastische Schäume. Diese werden zum Beispiel im Baugewerbe als Dämmstoff eingesetzt. Formteile aus Schaumstoffe sind zudem nützlich für die Heizungsisolation, für Isolierbehälter und werden auch für Crashpads, Sonnenblenden, Stoßfängerkerne und andere Automobilteile immer wichtiger. Für die Herstellung von Freizeitartikeln werden diese Formteile ebenfalls benutzt.