Schmid: "Polizeigewerkschaften sollten bei 42-Stunden-Woche nicht rechnen wie ein Finanzminister"

Schmid: "Polizeigewerkschaften sollten bei 42-Stunden-Woche nicht rechnen wie ein Finanzminister"
(zu ddp 0278 vom 13. April 2004, 12.56 Uhr)
"Gerade die Polizeigewerkschaften sollten bei der Diskussion um die 42-Stunden-Woche für die Polizei nicht rechnen wie ein Finanzminister.Die damit entstehenden zusätzlichen Arbeitsstunden einfach in Stellen umzurechnen, die dann wegfallen werden, ist eine vorschnelle Gleichung. Sie lässt das Interesse der Bayerischen Staatsregierung an einem hohen Sicherheitsstandard einfach unter den Tisch fallen. Entscheidend ist, dass auch die Polizei in Zeiten knapper Kassen ihren Spar-Beitrag erbringt, ohne dass die Sicherheit darunter leidet. Dazu heißt eine der Zielsetzungen im Rahmen der anstehenden Polizeireform, dass weniger Polizeibeamte an Schreibtischen und dafür mehr beim Streifendienst und bei der Kriminalitätsbekämpfung präsent sind. Ziel ist also auch mittels Effizienzsteigerungen künftig eher mehr als weniger zu kontrollieren", erwidert Innenstaatssekretär Georg Schmid. Die Befürchtungen der Gewerkschaft der Polizei, es fielen rund 2.500 der bisher 33.000 Beamtenstellen der Bayerischen Polizei nach Einführung einer 42-Stunden-Woche weg, teilt er deshalb so nicht.