Schnappauf: AIDS nach wie vor tödliche Krankheit

Schnappauf: AIDS nach wie vor tödliche Krankheit

+++ Die Rate der HIV- Neuinfektionen steigt derzeit in Bayern an. Dies betonte Gesundheitsminister Werner Schnappauf heute in München anlässlich des 25. Jahrestags der Erstbeschreibung von AIDS. Schnappauf: "AIDS ist nach wie vor eine tödliche Krankheit, die nicht in Vergessenheit geraten darf, sonst erhält das HI-Virus neue Chancen“. Für das Jahr 2005 wurden insgesamt 361 neue HIV-Infektionen in Bayern gemeldet. Dies ist eine Steigerung um rund 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei sind Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten die größte Betroffenengruppe. Aber auch bei Heterosexuellen hat die Zahl der neu festgestellten HIV-Infektionen leicht zugenommen. In Bayern leben rund 6.800 Menschen mit dem HI-Virus. Seit den 80-er Jahren sind bayernweit rund 4.300 Menschen an AIDS erkrankt; 3.600 bereits verstorben. "AIDS ist und bleibt eine lebensgefährliche Krankheit, die nicht nur Randgruppen betrifft", so Schnappauf. +++
Bei HIV gibt es nach den Worten Schnappaufs weder Heilung noch Impfschutz. Aufklärung und Prävention blieben die besten Waffen im Kampf gegen AIDS, so der Minister. Deshalb werde Bayern in den Präventionsmaßnahmen nicht nachlassen. Neben den 71 staatlichen und den fünf städtischen Gesundheitsämtern sind elf psychosoziale AIDS-Beratungsstellen in der AIDS-Prävention tätig. Daneben fördert das Gesundheitsministerium regionale Präventionsprojekte. Die bayerischen Gesundheitsämter und AIDS-Beratungsstellen leisten nach den Worten Schnappaufs hochqualifizierte Arbeit. "Trotz der schwierigen Haushaltslage ist es für uns selbstverständlich, die bewährten Hilfs- und Präventionsangebote im Kampf gegen AIDS strukturell zu erhalten“, so der Minister. Derzeit werden in Bayern jährlich mehr als 4 Millionen Euro für die AIDS-Prävention und für die Unterstützung Betroffener aufgewendet.

Redaktionelle Hinweise:
Am 5. Juni 1981 berichtete die US-Gesundheitsbehörde erstmals offiziell über damals neuartige Krankheitsfälle. Fünfundzwanzig Jahre später weist das HI-Virus eine traurige Bilanz auf: Weltweit sind derzeit rund 39 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Besonders auch in Osteuropa steigen die Zahlen. Für 2005 wurden 4,1 Millionen neue Infektionen und 2,8 Millionen Todesfälle durch die Immunschwäche verzeichnet, die meisten davon im südlichen Afrika.

Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de

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