Schnappauf gibt Startschuss für größte wasserwirtschaftliche Baumaßnahme an der Loisach

Schnappauf gibt Startschuss für größte wasserwirtschaftliche Baumaßnahme an der Loisach

+++ Endlich kann der Hochwasserschutz Eschenlohe gebaut werden. Mit Erleichterung gab Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf heute den Startschuss für die größte wasserwirtschaftliche Baumaßnahme an der Loisach. Nachdem die Gemeinde sich jahrzehntelang nicht auf eine Hochwasserplanung einigen konnte, war der Ort 1999 und 2005 überflutet worden. Schnappauf: "Bis Ende 2006 soll nun der größte Teil der Hochwasserschutzmaßnahmen ausgeführt und bis 2007 fertig gestellt sein." Die Realisierung der Baumaßnahmen seien nur durch die außergewöhnliche Unterstützung des Freistaates möglich gewesen. "Mit den finanziellen Zusagen ist Bayern der Gemeinde so weit wie möglich entgegen gekommen, um endlich den Hochwasserschutz in Eschenlohe weiterzubringen", betonte der Minister.+++
Mit dem heutigen Spatenstich für den Bau der neuen Brücke wird ein Abflusshindernis für die Loisach durch den Ort beseitigt. Bereits der Abriss der alten Brücke verbessert den Hochwasserschutz. Das Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz der Loisachgemeinde sieht nun einen Gewässerausbau auf einer Länge von 1,8 Kilometern vor. Für den Neubau von Deichen seien rund 40.000 Kubikmeter Erd- und Kiesmaterial erforderlich. Zusätzlich werden zum Bau der 1.000 Meter langen Uferschutzmauer 35.000 Tonnen Steine benötigt. Neben diesen Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes sei der ökologische Gewässerausbau an Ider- und Mühlbach auf einer Länge von 500 Metern vorgesehen sowie die Wiederherstellung einer fünf Hektar Großen Auwaldfläche südlich von Eschenlohe.

Für die rund 1,25 Millionen Euro teuere Brücke erhält die Kommune von Freistaat den Höchstfördersatz von 85 Prozent. Darüber hinaus stundet Bayern der Gemeinde ihren 35 prozentigen Anteil an den rund 4,7 Millionen teuren Kosten für die weiteren Hochwasserschutzmaßnahmen auf fünf Jahre; 65 Prozent der Kosten werden vom Land und der EU getragen.

Die staatliche Wasserwirtschaftsverwaltung habe der Gemeinde seit 1967 sieben verschiedene Bauentwürfe ausgearbeitet. Keiner davon wurde jedoch von der Gemeinde beschlossen, selbst nach dem Pfingsthochwasser 1999 nicht. "Gerade angesichts des immer weiter fortschreitenden Klimawandels können wir es uns nicht mehr leisten, dass zwischen Planungsbeginn und Spatenstich Jahrzehnte vergehen und somit wertvolle Zeit verloren geht", betonte Schnappauf.

Weitere Informationen: http://www.wasser.bayern.de

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