Schnappauf: Jugendarbeitsschutz gilt auch für Ferienjobs

Schnappauf: Jugendarbeitsschutz gilt auch für Ferienjobs

+++ Ab einem Alter von 15 Jahren dürfen Schülerinnen und Schüler in den Ferien jobben, aber nicht länger als vier Wochen. Darauf wies Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf zu Beginn der Ferien ausdrücklich hin. Schnappauf: "Zum Schutz der Gesundheit der Heranwachsenden beschränkt das Jugendschutzgesetz die tägliche Arbeitszeit auf 8 Stunden zwischen 6 und 20 Uhr. Wochenendarbeit ist nur in bestimmten Branchen erlaubt, beispielsweise als Bedienung in Kneipen, Restaurants oder Biergärten." Die erlaubten vier Wochen können Schüler in einem Stück planen oder auf die Schulferien eines Kalenderjahres verteilen. Eltern und Schüler sollten nach den Worten des Ministers nicht vergessen, dass die Schulferien in erster Linie der Erholung dienen. Eine übermäßige Ferienarbeit könnte die Leistungen im nächsten Schuljahr beinträchtigen. +++
Viele Schüler nutzen die Schulferien, um durch einen Ferienjob ihr Taschengeld aufzubessern. Damit sie hierbei nicht ausgenutzt werden oder gesundheitliche Schäden erleiden, gibt der Gesetzgeber klare Regeln vor. Schnappauf: “Das Jugendschutzgesetz schützt Kinder und Jugendliche vor Arbeiten, die zu früh beginnen, zu lange dauern, zu schwer oder zu gefährlich sind“. Ganzjährig zulässig sind übrigens bestimmte Freizeitjobs für Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren: zwei Stunden täglich Austragen von Zeitungen, oder Babysitten bzw. drei Stunden am Tag Erntearbeiten im landwirtschaftlichen Familienbetrieb.

Redaktionelle Hinweise:
Ärztliche Untersuchungen sind bei Ferienjobs nicht erforderlich. Auskünfte zum Jugendarbeitsschutzgesetz erteilen die Gewerbeaufsichtsämter bei den Regierungen.

Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de

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