Schneller in die eigenen vier Wände

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Arbeitnehmer-Sparzulage: Geschenk vom Staat

Wer sich jährlich von seiner Firma 470 Euro des Gehalts direkt auf sein Bausparkonto überweisen lässt, erhält 43 Euro vom Finanzamt dazu geschenkt. Darauf weisen die Landesbausparkassen (LBS) hin. Mit der Arbeitnehmer-Sparzulage unterstützt der Staat vor allem jüngere Sparer, denn das Einkommen darf bestimmte Höchstgrenzen nicht übersteigen. „Eigenes Sparen plus die Zulage so kommt bereits in wenigen Jahren ein ansehnlicher Grundstock für die eigenen vier Wände zusammen.“Die Arbeitnehmer-Sparzulage erhalten Bausparer direkt vom Finanzamt. Sie beträgt neun Prozent des jährlich auf das Bausparkonto eingezahlten Betrages. Gefördert werden jedoch höchstens 470 Euro je Sparer. Pro Person bedeutet das 43 Euro Zulage jedes Jahr. „Entscheidend ist: Das Geld muss vom Arbeitgeber direkt auf das Bausparkonto eingezahlt werden“, so die LBS-Experten.

Sparen mit Hilfe vom Chef

Arbeitnehmersparzulage gibt es z. B. auf tarifvertraglich vereinbarte vermögenswirksame Leistungen (vL) des Arbeitgebers. Damit helfen viele, besonders größere Unternehmen, ihren Mitarbeitern beim Sparen zusätzlich zum Gehalt und oftmals mit dem förderfähigen Höchstbetrag von 470 Euro pro Jahr. Vermögenswirksam sparen können alle, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, egal ob Voll- oder Teilzeit, auch Auszubildende unter 18 Jahren.

Auch wer keine vermögenswirksamen Leistungen erhält, kann in den Genuss der Zulage kommen, indem er sich Teile seines Gehalts nicht bar auszahlen lässt, sondern längerfristig anlegt. Der Sparer kann beim Arbeitgeber einen Antrag stellen, einen bestimmten Betrag direkt auf den Bausparvertrag zu überweisen. Darauf hat nach dem Vermögensbildungsgesetz jeder Arbeitnehmer Anspruch.

„Azubi-freundliche“ Einkommensgrenzen

Um Arbeitnehmer-Sparzulage zu erhalten, darf das zu versteuernde Jahreseinkommen 17.900 Euro bzw. 35.800 Euro (bei Ehepaaren) nicht übersteigen das gilt wohl für die meisten Auszubildenden. „Brutto dürfen Sparer sogar mehr verdienen“, so die LBS-Fachleute. Denn das Finanzamt zieht noch bestimmte Freibeträge ab. Bei Alleinstehenden beträgt das Bruttoeinkommen schnell bis zu 20.000 Euro.

Wie bekomme ich Arbeitnehmer-Sparzulage?

Falls Sie von Ihrem Arbeitgeber bereits vermögenswirksame Leistungen (vL) beziehen, müssen Sie lediglich bei der Einkommensteuer-Erklärung das Feld "Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage" ankreuzen. Sind vL in Ihrer Firma kein Thema, sollten Sie mit der Personalabteilung sprechen. Dort können Sie beantragen, dass ein Teil Ihres Gehalts direkt auf Ihr Bausparkonto fließt. Voraussetzung für den Staats-Bonus ist immer, dass Ihr Gehalt unter der zulässigen Höchstgrenze bleibt.

Mit der Arbeitnehmer-Sparzulage unterstützt der Staat vor allem jüngere Sparer. Die Zulage gibt es, wenn der Chef vermögenswirksame Leistungen oder einen Teil des Gehalts direkt auf den Bausparvertrag überweist. So kommt bereits in wenigen Jahren der Grundstock für die eigenen vier Wände zusammen. Foto: LBS