Schwerbeton Leichtbeton und Co

Schwerbeton ist eine der speziellen Betonsorten.

Überwiegend wird der Schwerbeton als Strahlenschutzbeton genutzt. Ein weiteres Nutzungsfeld für Schwerbeton ist der Bereich der Ballastgewichte. Der Schwerbeton hat eine sehr hohe Trocknungsdichte, die von 2,60 kg/dm³ bis 5,00 kg/dm³ geht. Schwerbeton findet häufig zusätzlich noch Einsatz, wenn Gebäude, Brücken und Co vor dem Auftrieb geschützt werden müssen.


Gezielt sollte Schwerbeton bei Bauvorhaben eingesetzt werden, wo letztlich Strahlenschutz benötigt wird. Ob Röntgenstrahlen, Gammastrahlen, Neutronenstrahlen oder Elektronenstrahlen, Schwerbeton bildet hier die ideale Lösung, denn meist sorgt der Schwerbeton dafür, dass keine weitere Abschirmung mehr nötig ist. Beim Einsatz des Schwerbetons als Ballastgewicht, wie zum Beispiel als Krankontergewicht oder als Brückenwiderlager, kommt es hingegen nur auf das erhöhte Gewicht an, welches durch die hohe Trocknungsdichte entsteht. Besonders bei Gebäuden, die für wissenschaftliche oder medizinische Zwecke eingesetzt werden, wird häufig Schwerbeton verwendet, denn der nachgewiesene Strahlenschutz ist in diesen Bereichen häufig Pflicht.


Bei der Verarbeitung von Schwerbeton sollte klar sein, dass dieser sich von der Verarbeitung her etwas von Normalbeton oder Leichtbeton unterscheidet, denn Schwerbeton ist mit Gesteinskörnungen angereichert. In der Mischung für Schwerbeton befindet sich Baryt, Ilmenit, Magnetit, Hämatit oder auch Schwermetallschlacken wie Chromschlacken oder Bleischlacke. Um den Schwerbeton zum hochwertigen Strahlenschutzbeton zu machen, beinhaltet diese Mischung zusätzlich Limonit, Colemanit, Borfritte, Borcalzit oder auch Borcarbid. Wichtig ist es, bei der Bestellung im Betonwerk, klar anzugeben, ob ein reiner Schwerbeton oder ein spezieller Strahlenschutzbeton benötigt wird, denn hier macht die Mischung den feinen Unterschied, der in diesem Fall allerdings sehr wichtig ist, und bei Nichteinhaltung, sogar zum vorläufigen Baustopp führen kann. Die Verarbeitung muss beim Strahlenschutzbeton sehr ernst genommen werden und es muss genau nach Vorschrift gearbeitet werden. Der Beton muss ohne Luftblasen verarbeitet und so aufgetragen und gegossen werden, dass keine Risse entstehen, denn dies würde die Strahlenabschirmung nach Außen verringern.
Strahlenschutzbeton und auch normaler Schwerbeton, sollte grundsätzlich nur vom Profi verarbeitet werden, da die Verarbeitung nicht ganz so einfach ist, wie viele Laien annehmen. Festgelegt wird die Betonart, gerade im Fall von Schwerbeton, immer vom Architekten und hier muss sich streng an die Angaben der Pläne gehalten werden, denn schon im Vorfeld wird geprüft, welche gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden müssen oder welche baulichen Besonderheiten vorliegen. Bei Fragen zur Verarbeitung oder Unklarheiten über die genaue Mischung, hilft ein Anruf im beauftragtem Betonwerk weiter, denn hier sitzen die Mischprofis, sogenannte Betonmischmeister, die regelmäßig Lehrgänge besuchen müssen und immer auf dem neuesten Stand sind, welcher Beton für welchen Bereich geeignet ist. Auch was speziell bei der Bearbeitung zu beachten ist, kann über das Betonwerk erfragt werden.
 

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