Scrapie-Fall bei einem Schaf in Bayern bestätigt

Scrapie-Fall bei einem Schaf in Bayern bestätigt
Die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Riems hat einen Scrapie-Fall bei einem Schaf in Bayern
bestätigt.

Es handelt sich um ein Schaf aus Oberfranken. Das Schlachttier wurde im Rahmen des sogenannten "TSE-Monitorings" auf Scrapie untersucht. Die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere hat bei dem Schaf eindeutig TSE-typisches Prion-Protein nachgewiesen.
Der betroffene Bestand ist gesperrt, Tiere dürfen nicht aus dem Bestand verbracht werden. Alle Tiere des Bestandes werden mit-tels Genotypisierung auf Scrapie-Resistenz untersucht. Scrapie-empfängliche Tiere werden schrittweise aus dem Bestand entfernt.

Es handelt sich insgesamt um den vierten Scrapie-Fall in Bayern. Im Jahr 2002 gab es in Bayern einen und in Deutschland insgesamt 16 Scrapie-Fälle. Im Rahmen des TSE-Monitorings werden alle verendeten und geschlachteten Schafe ab einem Alter von 18 Monaten auf TSE untersucht.

Bei Scrapie, auch Traberkrankheit genannt, handelt es sich um eine Erkrankung, die beim Schaf zentralnervöse Störungen verursacht. Scrapie ist seit etwa 250 Jahren bekannt. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist Scrapie für den Menschen nicht gefährlich.