Sitze auf der Folterbank

Sitze auf der Folterbank

Im firmeneigenen Competence-Center wird der Lkw-Fahrersitz "Kingman" von GRAMMER einem echten Härtetest unterzogen.

Von Fernfahrer-Romantik kann auf Europas Autobahnen und Landstraßen schon längst keine Rede mehr sein. Ein Lkw-Fahrer muss sich heute unter Termindruck über verstopfte Autobahnen quälen, zermürbt von endlosen Staus und langem Warten an Grenzübergängen. Unter diesen Umständen muss sich der Lenker hundertprozentig auf die Sicherheit in seiner Kabine verlassen können. Dazu gehört auch die Gewissheit, dass der Fahrersitz allen Eventualitäten standhält. Für diese Sicherheit sorgt der internationale Hersteller GRAMMER, indem er seine Produkte - wie den Lkw-Fahrersitz "Kingman" - im firmeneigenen Competence-Center einem echten Härtetest unterzieht. "King of the road" in der Klimakammer
Der Fahrersitz "Kingman" rundet das bewährte GRAMMER-Produktprogramm der Reihe "Route 66" nach oben ab. Wegweisend sind bei diesem Produkt die einfache Bedienung, die durchdachte Ergonomie und die praktischen Funktionen, die für Schutz und Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen. Einer der Prüfstände, die der "King of the road" im Competence-Center durchlaufen muss, ist die Klimakammer. Hier kann eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent "hergestellt" werden, das Temperatur-Spektrum reicht von minus 40 bis zu plus 90 Grad Celsius. Es wäre kaum möglich, die Sitze in überschaubarer Zeit den "echten" und unberechenbaren Naturgewalten auszusetzen. Per Klimakammer holt sich GRAMMER deshalb die Natur einfach ins Competence-Center. Die Verlagerung solcher Härtetests in künstliche, wenn nicht gar virtuelle Welten spart bei der Entwicklung neuer Produkte nicht nur Zeit und Geld - sie konfrontiert die Produkte auch mit allen Eventualitäten, die in der Realität nicht auf "Knopfdruck" herzustellen wären.

Forschen für die Sicherheit
Im Competence-Center werden Sitz-Prototypen in dynamischen Langzeitversuchen auf teilweise eigens entwickelten Prüfständen "gequält", dabei müssen sie einiges aushalten. Getestet werden die Gesamtstrukturen, die Polster, aber auch die Bedienelemente. Ziel der "Tortur": eine einwandfreie Langzeitqualität auch nach vielen tausenden von Fahrkilometern bzw. Betriebsstunden, in denen der Sitz durch den Fahrer belastet wird.

Schließlich bildet der Sitz den direkten Kontakt des Fahrers zum Fahrzeug - mit entsprechend hohen Anforderungen der Fahrzeug-hersteller. Durch Tests zu Langzeitqualität, Belastungsgrenz-werten und Crashverhalten kann GRAMMER die Ansprüche aus den Lastenheften der Kunden sowie die eigenen Qualitäts-Maßstäbe zeit- und kostengünstig erfüllen.

Einer der Prüfstände ist der "Polster-Dauertest". Hier werden 25.000 bis hin zu 100.000 Lastwechsel simuliert - damit wird die Beanspruchung des Produktes auf die gesamte Lebensdauer simuliert. Der Prüfstand ist komplett digitalisiert, d.h. die Daten sind über das Intranet im Competence-Center abrufbar.

"Felderprobung" : Einsatz unter realen Bedingungen
Auf dem Prüfstand "Felderprobung" wird der Sitz unter realen Bedingungen eingesetzt und belastet. Highlight ist der von GRAMMER entwickelte "Body-Block", mit dem noch besser die tatsächlichen Anregungen, die der Fahrersitz durch den Fahrer erhält, nachgebildet werden können. Die entsprechenden "Verhaltensweisen" des Sitzes werden dokumentiert und ausgewertet. Hieraus werden dann Maßnahmen zur weiteren Vorgehensweise abgeleitet. Aus den Tests gewinnt GRAMMER beispielsweise Aussagen über das Verschleißverhalten und das Versagen von Bauteilgruppen. Neu entwickelte oder modifizierte Bauteile werden bewertet und abschließend freigegeben.
Die Felderprobung läuft mindestens 2.500 Betriebsstunden, die Testsitze werden mindestens zweimal jährlich überprüft. Die Sitze werden vor und nach dem Erprobungszyklus komplett vermessen. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf die Seiten- und Längsstabilität des Sitzes zu, auf die Eigenfrequenz des Federungssystems, die Kennlinie des Federungssystems oder auf die Vermessung definierter Bauteile.

"Design for Use" beim "Kingman"
In Sachen Bedienkomfort setzt GRAMMER seine Philosophie "Design for use" auch beim "Kingman" konsequent um. In der ersten Bedienebene befinden sich die am meisten benutzten Funktionen, wie zum Beispiel die Höhen- Rückenlehnen und Dämpfereinstellung. In der zweiten Ebene wurden die weniger häufig benutzten Funktionen platziert, wie etwa die Schnellabsenkung und die Seitenkonturanpassung mit Lendenwirbelstütze. Besonders gelungen ist die Einstellung der Sitztiefe und der Sitzneigung im vorderen Bereich des Sitzkissens. Hier befinden sich die Griffe an einer Stelle, von wo aus sie sich kinderleicht bedienen lassen. Ein weiteres Merkmal dieser nutzerfreundlichen Bedienphilosphie ist das Design der Griffe: Jeder Griff hat eine eigenständige Form, die man ohne hinzuschauen wiedererkennt.

Ein weiteres herausragendes Merkmal beim "Kingman" ist die integrierte Kopfstütze. Ohne zusätzliche Einstellungen genießen alle Fahrer, unabhängig von ihrer Größe, optimale Sicherheit. Das Zusammenspiel der Kopfstütze mit dem ebenso in den Sitz integrierten Dreipunktgurt rundet das Thema Sicherheit beim "Kingman" bestens ab.

Zum bekannten Schwingungskomfort der luftgefederten GRAMMER-Sitze kommen beim "Kingman" weitere ergonimische Merkmale hinzu. Dazu zählen der optimale Seitenhalt, der Freiraum im Ellenbogenbereich bei großen Lenkbewegungen und das weichere und komfortablere Sitzen durch die Verbesserung der Polsterart und Schaumhärte.

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