„Solarhorizonte“ auf der BAU 2007. Photovoltaik und Solarthermie im Kontext zu architektonischen Lösungen

„Solarhorizonte“ auf der BAU 2007. Photovoltaik und Solarthermie im Kontext zu architektonischen Lösungen

Unter dem Titel „Solarhorizonte“ hat die Solartechnologie auf der BAU 2007 einen eigenen Ausstellungsbereich. Die BAU präsentiert dieses Thema in Kooperation mit dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Es geht um Solarstrom (Photovoltaik) und Solarwärme (Solarthermie) im Kontext zu architektonischen Lösungen. Im Vordergrund steht die ästhetische Integration der Solartechnik in die Gebäudearchitektur. In Halle B3 präsentieren sich auf rund 2.000 m² Fläche Technologie- und Dienstleistungsunternehmen, die sich darauf spezialisiert haben. Begleitend zur Ausstellung gibt es im Forum der Halle C3 ein Vortragsprogramm. Internationale Marktführer präsentieren sich im Kontext von architektonischer Herausforderung und Systemintegration. Fachlich wird die Ausstellung durch den Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) betreut. Sie richtet sich an Architekten, Planer und Bauingenieure aus aller Welt, die sich der Herausforderung stellen, neue Techniken zur Energieeinsparung und erzeugung in ihre Planungen zu integrieren.

„Dem Solarhaus gehört die Zukunft“, sagt BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. „Mit den SOLARHORIZONTEN wollen wir die Brücke zwischen Architektur und Solartechnikanbietern schlagen.“ Die Sonderausstellung zeige, dass Solartechnik nicht nur Betriebskosten von Gebäuden senkt, sondern diese auch architektonisch bereichern kann, so Körnig weiter.
Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. thematisiert auf der Bau 2007 die gestalterischen Möglichkeiten von Solartechnik. Er präsentiert Beispiele für solares Bauen seiner 650 Mitgliedsfirmen, informiert über Anwendungsmöglichkeiten, Technik und Förderprogramme und stellt das überarbeitete Internetangebot www.solarintegration.de vor.

Im folgenden berichten Aussteller beispielhaft über ihre Präsentation auf der BAU:

Forschungsnetzwerk Energieoptimiertes Bauen (EnOB)
Das Forschungsnetzwerk Energieoptimiertes Bauen (EnOB) präsentiert am Stand 11 in Halle B0 mehr als 10-jährige Erfahrungen rund um den Einsatz energieefizienter Technologien sowie Demonstrationsbauvorhaben aus Neubau und Sanierung. Das Erreichen einer hervorragenden Gesamtenergieeffizienz ist das übergreifende Ziel im Wohnungs- und Nichtwohnungsbau und seit langem Fokus im Förderkonzept EnOB (www.enob.info) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
Die breite Palette der dazu notwendigen Bausteine und Verfahren von innovativen Technologien über Planungs- und Realisierungsmethoden bis hin zu Monitoring- und Betriebsopti¬mierungsstrategien wird von Forschern und Praktikern vorgestellt.
Interessenten können sich über ein breites Anwendungsspektrum von Vakuum¬iso¬lationspaneelen, Vakuum-Isolierglas, aktiven PCM-Speichersystemen oder elektro- und thermochromen Sonnenschutzsystemen informieren. Aber auch komplexe Forschungsfelder wie Komfort und Nutzerakzeptanz werden beleuchtet. Mehr als 40 FuE und Demonstrationsprojekte aus der Neubau- und Sanierungs¬praxis, die in einer 2-jährigen Monitoringphase messtechnisch untersucht und optimiert wurden, geben anhand von Exponaten, Postern und Bild-Präsentationen Einblicke in energetisch ambitionierte Planungs- und Sanierungskonzepte.

Sharp Solar Business Group Germany/Austria
Sharp Solar zeigt auf der Bau 2007 (Halle B3, Stand 510) eine Auswahl aus seinem breiten Portfolio. Der Weltmarktführer in der Herstellung von Solarmodulen kann auf eine Erfahrung von fast 50 Jahren bei Photovoltaik zurückblicken. Neben poly- und monokristallinen Solarmodulen stellt das Unternehmen auch mikroamorphe Dünnschichtsolarmodule und Applikationsprodukte her. Sharp entwickelt darüber hinaus auch siliziumunabhängige Alternativen wie die Lichtkonzentratortechnologie und baut zusätzlich die Produktionskapazität von Dünnschichtmodulen weiter aus. Neben den Produkten gewinnt das Thema der Gebäudeintegration zunehmend an Relevanz. Weitere Informationen: www.sharp.de/solar

Sun-Technics
SunTechnics gehört zu den weltweit führenden Anbietern von schlüsselfertigen Systemen zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Für zukunftsweisende Gebäudekonzepte mit erneuerbaren Energien hat SunTechnics seinen Service für Architekten und Fachplaner um zwei praktische Planungstools erweitert: Ab sofort geben ein umfangreicher Planungsordner zu den Fachthemen Photovoltaik und Solarthermie sowie eine neue Ausschreibungs-CD-ROM detaillierte Einblicke in die Möglichkeiten und Anforderungen solaren Bauens. Übersichtlich strukturiert und anhand zahlreicher Tabellen und Photographien anschaulich erklärt, führt der Planungsordner durch viele Aspekte kreativer Entwurfsplanung mit Solarsystemen. Er beleuchtet den aktuellen Stand der Technik, zeigt intelligente Konstruktionen für die Fassade, zur Verschattung und damit Klimatisierung von Räumen. Zudem eröffnet er Ausblicke auf künftiges Potenzial innovativer Energietechnik. Die CD-ROM ergänzt den Ordner beispielsweise um ein Planungstool zur überschlägigen Anlagenauslegung einer Photovoltaikanlage und um Ausschreibungstexte in den gängigen Gaeb-, Datanorm- und RFT-Formaten. Weitere Informationen: www.SunTechnics.de

Swiss Solar Systmes AG
Die 3S Swiss Solar Systems AG mit Sitz in der Schweiz präsentiert auf der Bau 2007 Ihr robustes, rahmenloses und einfach zu montierendes Indachsystem MegaSlate®. Die vollständige oder teilintegrierte Dacheindeckung ersetzt herkömmliche Dachziegel und ist vom TÜV unter anderem für Ihre Dichtigkeit für Dachneigungen ab 20 Grad zertifiziert. Mit den von 3S Swiss Solar Systems AG als Beschattungselementen angebotenen Solarlaminaten erreicht der Kunde optimalen Blend- und Wärmeschutz. Das gewünschte Mass an Lichtdurchlässigkeit lässt sich durch unterschiedliche Zellabstände und den Einsatz lichtdurchlässiger Zellen bestimmen. Der Sonnenschutz bietet dem Planer somit eine attraktive Integration von Stromerzeugenden Elementen in die Gebäudehülle. 3S Solarfassadensysteme sind für die vollständige Integration von Photovoltaik-Anlagen in die Gebäudefassade entwickelt worden. Neben der solaren Stromproduktion erfüllen die Systeme von 3S Swiss Solar Systems AG höchste ästhetische Anforderungen und dienen zudem als Witterungsschutz. Das Solarfassadensystem ist für Neubauten und Sanierungen einsetzbar. Weitere Informationen: www.3-s.ch

TU Darmstadt
Die TU Darmstadt hat mit der Bewerbung des Fachgebiets Entwerfen und Energieeffizientes Bauen um Prof. Manfred Hegger als einzige mitteleuropäische Hochschule den Sprung in den internationalen Wettbewerb Solar Decathlon geschafft. Dieser vom U.S. Energieministerium ausgeschriebene Wettbewerb um innovative Solarhäuser soll die Potentiale des solaren Bauens im Rahmen einer Bauausstellung im Herbst 2007 auf der National Mall in Washington einer breiten Öffentlichkeit beweisen und Prototypen im Hinblick auf ein zukunftstüchtiges Wohnen im Maßstab 1:1 vorstellen. Unter dem Motto „Made in Germany“ soll der Beitrag der TU Darmstadt den internationalen Dialog bereichern, die nationale Auffassung in Bezug auf solare Architektur und integrale Planung aufzeigen und eine Plattform für deutsche Innovationen bieten. Wir freuen uns den Projektstand zu unserem Wettbewerbsbeitrag auf der BAU 2007 präsentieren zu können.

Wolf Heiztechnik
Systemanbieter Wolf führt alle Komponenten fürs Heizen und zur Warmwasserversorgung mit Erneuerbaren Energien aus einer Hand: Biomasseheizkessel wie den neuen Pelletkessel BPH, Sonnenkollektoren wie den Flachkollektor TopSon F3 oder den Röhrenkollektor TRK, den neuen BSP Solarspeicher und Solarregelungen bis hin zu Photovoltaikmodulen fürs Stromerzeugen. In Kombination dieser Geräte lassen sich mit dieser Wolf Sonnenheizung so bis zu 40% an Energie sparen. Wolf Biomasse-Heizkessel überzeugen durch einfachste Bedienung, automatische Regelung, teilweise vollautomatische Beschickung und problemlose Brennstoffeinlagerung. Und bieten somit einen Komfort, der den modernen Öl- und Gasheizungen in nichts mehr nachsteht. Durch ihre schadstoffarme Verbrennung und nachwachsende Brennstoffe entsprechen sie den neuesten ökologischen Standards. Zusätzlich werden sie staatlich gefördert, was ein weiteres, wichtiges Argument darstellt. Biomasse-Heizkessel sind mit allen Wolf Öl- und Gasheizkesseln sowie Solar-, Lüftungs- und Klima-Systemen mit Wärmerückgewinnung kombinierbar.
Solaranlagen lassen sich auch nachträglich einbauen und in ein vorhandenes Heizsystem integrieren. Für ein harmonisches Erscheinungsbild gibt es bei Wolf die passenden Montagesets, mit denen die Kollektoren schnell und leicht auf jedes Dach montierbar sind. In wenigen Stunden ist die Anlage installiert und betriebsbereit. Auch hier stellt der Staat für die Anschaffung Fördergelder zur Verfügung.
Weitere Informationen: www.wolf-heiztechnik.de; info@wolf-heiztechnik.de

Vortragsprogramm
Am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag halten Experte im Forum der Halle C3 Vorträge rund um das solare Bauen. Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, berichtet am Mittwoch und Freitag über „Markt und Perspektiven der Solarwirtschaft“. Weitere Themen sind beispielsweise „Gebäudeintegrierte Photovoltaiksysteme“, „Integration von Photovoltaik in Alt- und Neubau“, „Strom und Wärme vom Dach“, „Heizen und Kühlen mit Wärmepumpen“, “Effizientes Heizen mit Solarthermie“. Nähere Informationen zum Vortragsprogramm gibt es im Internet (www.bau-muenchen.com) unter der Rubrik Rahmenprogramm.

Ãœber die BAU
Die BAU ist werkstoffübergreifend die Leitmesse für den Industrie- und Objektbau, den Wohnungsbau und den Innenausbau und damit das wichtigste Branchenereignis der europäischen Bauwirtschaft. Sie umfasst alle Baustoff-Sektoren und führt alle zwei Jahre die Marktführer der Branche zu einer einmaligen Leistungsschau zusammen. Das Angebot ist nach Baustoffen ebenso gegliedert wie nach Produkt- und Themenbereichen. Die BAU spricht international tätige Planer, Architekten und Projektentwickler ebenso an wie Bauhandwerker, Bauunternehmer und Baustoffhändler. An der BAU 2007, die vom 15. bis 20. Januar 2007 auf dem Gelände der Neuen Messe München stattfinden wird, nehmen voraussichtlich rund 2.000 Aussteller aus etwa 40 Ländern teil. Schwerpunkte sind zukunftsweisende Themen wie Intelligente Fassaden, Bauen im Bestand, energieeffizientes Bauen, Gebäudesteuerung und Funktion und Design.