Sozialpolitik: Zerstört nicht, was wir aufgebaut haben!

Sozialpolitik: Zerstört nicht, was wir aufgebaut haben!

Berlin, 27.10.2006 - Die Senioren der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben sich ihrerseits gegen den Sozialabbau und für eine soziale Erneuerung positioniert und ihren Standpunkt in einer „Berliner Erklärung“ zusammengefasst.Der stellvertretende Vorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Hans-Joachim Wilms begrüßt das Engagement der Senioren. „Wir können es uns nicht leisten, die Senioren im Regen stehen zu lassen. Ihre Erfahrungen sind ein wichtiger Baustein unserer Gesellschaft“. Hubert Fiedler, Vorsitzender der Senioren der IG BAU, sieht in den Forderungen der Senioren eine Fortführung der Proteste der Gewerkschaften gegen die unsoziale Politik der Bundesregierung. Hinter diesen Forderungen stehen über 100.000 Senioren der IG BAU, die befürchten, dass Rentner in die „Unterschicht“ abrutschen. Lebenslanges Arbeiten garantiere nicht mehr einen gesicherten Lebensabend.

Die Senioren treten unter dem Slogan an: „Wir haben dieses Land aufgebaut, wir lassen nicht zu, dass ihr es ruiniert“. Der Aufbau von Demokratie und Wirtschaft nach dem Krieg sei schließlich ihr Verdienst. Aussagen von Politikern, wie die von CSU-Generalsekretär Söder: „Die Gewerkschaften sind Standorthindernisse in Deutschland“, seien politische Brunnenvergiftung.

Die provokante Bemerkung von CDU-Generalsekretär Pofalla, der DGB habe keinen einzigen Vorschlag gemacht, um die Reformvorhaben der vergangenen zwölf Monate gerechter zu gestalten, zeuge von politischer Blindheit. So werben die Gewerkschaften beispielsweise seit Jahren für eine solidarische Kranken- und Rentenversicherung auf der Grundlage einer Bürgerversicherung.

Politiker aller Parteien haben den Gewerkschaften attestiert, sie seien der Garant für wirtschaftlichen und sozialen Frieden. „Deshalb ist es nur konsequent, dass sich die Senioren gegen die Zerstörung ihrer Errungenschaften wehren“, unterstreicht Hans-Joachim Wilms.