Sperrholz

Furniersperrholz gehört zu den Sperrhölzern, es ist also ein Holzwerkstoff.

Typisch an Furniersperrhölzern ist, dass sie sich aus mehreren Schichten Schälfurnier zusammensetzen, die kreuzweise verleimt und symmetrisch angeordnet sind. Es ist immer eine ungerade Anzahl an Furnierlagen vorhanden. Indem man das Holz kreuzweise verleimt, kommt es zu einer deutlichen Einschränkung seiner natürlichen Eigenschaften, es kann daher nahezu nicht mehr schwinden und quellen. Dies sorgt für Standfestigkeit und Stabilität. Wichtig, um zu vermeiden, dass die Platte sich verzieht, ist auch, dass die Faserrichtungen der zwei außen liegenden Decklagen parallel verlaufen.

Da Furniersperrholz sehr formbeständig ist, setzt man es im Innenausbau für Verplankungen, Rückwände und Füllungen gern ein. Als Außensperrholz ist dieser Bauwerkstoff ebenfalls erhältlich. In diesem Fall kann man ihn auch in Feucht-, Kühl- und Nassräumen verwenden. Darüber hinaus wird Furniersperrholz zum Bau von Möbeln und sogar von Booten und Flugzeugen benutzt. Hergestellt wird Furniersperrholz überall auf der Welt. Es zählt zu den bedeutendsten Holzwerkstoffen.

Will man Furniersperrholz für spezielle Zwecke einsetzen, sollte man sich nach Sonderausführungen umsehen. Man unterscheidet zwischen nicht-witterungsbeständigen, witterungsbeständigen und erhöht witterungsbeständigen Furniersperrhölzern. Es gibt zum Beispiel Dampfsperre-Platte nund Furniersperrholz mit Metallbewehrung. Diese besitzen eine Mittelschicht aus Aluminiumblech. Auch Bau-Furniersperrholz ist mit einer Aluminiumblechschicht versehen und daher äußerst biegefest. Ist das Furniersperrholz dicker als 12 mm, nennt man es Multiplex-Platte. Solche Platten setzen sich aus mindestens fünf Furnierlagen zusammen. Es gibt außerdem noch weitere Möglichkeiten, den Bauwerkstoff an bestimmte Verwendungszwecke anzupassen. Wenn man in das Furniersperrholz beispielsweise eine Schwerfolie einarbeitet, dient es auch zur Schalldämmung.