Spielend motivieren – wie sich Spaß und Effektivität vereinen lassen

Spielend motivieren – wie sich Spaß und Effektivität vereinen lassen

(Freiburg, 12. September 2006) - Seit gut einem Jahr grassiert in Deutschland das „Sudoku“-Fieber. Von einem Schweizer Mathematiker erfunden und lange Zeit nur in Japan populär, lässt das logische Zahlenrätsel inzwischen auch hierzulande Tausende Köpfe rauchen. Denn der Mensch – „homo ludens“ – spielt nun einmal gerne, und dabei kann er ebenso gut für sich allein knifflige Rätsel lösen wie auch mit anderen um das neueste „Spiel des Jahres“ sitzen. Dass diese Art der Beschäftigung mehr ist als reiner Zeitvertreib, weiß die Wissenschaft schon lange: Je nach Art des Spiels lassen sich etwa das abstrakte Denkvermögen oder die Konzentration schulen, die Kreativität fördern oder – im Rollenspiel – soziale Positionen definieren. Und so ist es nur konsequent, wenn Spiele auch in der Arbeitswelt eingesetzt werden: nicht nur in Auswahlverfahren, sondern vor allem in Meetings, Teamsitzungen oder Seminaren.

Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, Mitarbeiter mit Spielen zu motivieren, zeigt ein neuer Ratgeber aus dem Rudolf Haufe Verlag, der TaschenGuide „Spiele für Workshops und Seminare“. Das Autorenteam um Susanne Beermann und Monika Schubach rekrutiert sich aus erfahrenen Trainern und Seminarleitern. Fast 70 Spiele, für die verschiedensten Situationen und Bedürfnisse entwickelt, werden in dem TaschenGuide vorgestellt. Die Spiele sollen die unterschiedlichsten Teilnehmer ansprechen, haben jedoch ein gemeinsames Ziel: Business-Termine lockerer, interessanter, effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Zu Beginn einer Veranstaltung mit Teilnehmern, die sich untereinander nicht kennen, kann zum Beispiel ein Eisbrecher wie das Schlüsselbund-Spiel Wunder wirken: Die Beteiligten stellen sich dabei paarweise anhand ihres jeweiligen Schlüsselbundes vor: Während jeder seine Schlüssel einzeln erklärt, kommt man ganz zwanglos miteinander ins Gespräch. Eine nette Alternative zur üblichen, oft recht dröge verlaufenden Vorstellungsrunde. Und mit dem Effekt, dass alle locker in den ernsten Teil der Veranstaltung starten.

Überhaupt gibt es gerade für Teams in diesem praktischen Ratgeber eine Menge zu entdecken – etwa zu den wichtigen Themenbereichen „Teambildung“, „Gruppendynamik“, „Kreativität“ oder „Aktivierung“. Letztere etwa ist vonnöten, wenn in einer Sitzung die Energie der Beteiligten gegen Null geht. Da hilft zum Beispiel ein Bewegungsspiel wie der „Meteoritenhagel“: Die Teilnehmer müssen sich einen Ball immer in der gleichen Reihenfolge zuwerfen, wobei das Tempo langsam forciert wird.

Die kurzweilige Lektüre des TaschenGuides regt die Leser selbst durchaus zu kreativen Überlegungen an. Denn die meisten Spiele können mit etwas Phantasie ganz leicht erweitert, abgewandelt oder an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. So dürfte hier jeder fündig werden, der in Meetings, Sitzungen oder Seminare mehr Schwung bringen oder seine Mitarbeiter einfach mal mit einer ganz neuen Motivationspraxis überraschen will.

„Spiele für Workshops und Seminare“
Von Susanne Beermann und Monika Schubach
1. Auflage 2006, Broschur, 128 Seiten, 6,90 Euro
Rudolf Haufe Verlag, Niederlassung Planegg b. München
ISBN 3-448-07216-8
Bestell-Nr. 00878-0001