Statt Nadel und Faden: Hammer und Nagel!

Statt Nadel und Faden: Hammer und Nagel!

Frauen entdecken zunehmend ihre handwerklichen Qualitäten. Dies gilt insbesondere, wenn es um die Gestaltung der eigenen vier Wände geht. Noch eine Männerdomäne, die Frauen langsam aber sicher für sich erobern: Jetzt treten die Heimwerkerinnen auf den Plan. Beim Renovieren, Streichen, Tapezieren geben sie sich nicht länger mit Handlangerdiensten zufrieden sie packen’s selber an. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der BHW Bausparkasse. Nur noch 40 Prozent der Befragten unter den weiblichen Teilnehmern der Umfrage sogar nur noch 34 Prozent glauben, dass Handwerksarbeit Männersache sei. Wenn es um die eigene Wohnwelt geht, engagieren sich Frauen gern handwerklich und entwickeln enorme kreative Qualitäten. 50 Prozent der Frauen finden es ganz selbstverständlich, zu streichen und zu tapezieren. Bei den jungen Frauen zwischen 14 und 29 Jahren nehmen sogar 73 Prozent Pinsel und Kleister selbst in die Hand. Für 17 Prozent ist dagegen das Anschließen der Waschmaschine kein Problem.

Heimwerkerinnen im Aufbruch
„Die Vielzahl von Heimwerker-TV-Sendungen dokumentiert, dass Frauen diesen Markt für sich erobern und beim Renovieren bislang ungeahnte Stärken entwickeln“, stellt Matthias Schnabel vom BHW fest. „Das wird auch zunehmend von den Baumärkten wahrgenommen.“ Die müssen sich noch auf die „neue“ Zielgruppe einstellen. Derweil funktioniert der Informations-Austausch unter Frauen bestens: Im Internet gibt es Heimwerker-Foren auch für Frauen, wo aktive Heimwerkerinnen untereinander Tipps und Erfahrungen austauschen.