Stoiber und Schnappauf: Bayerns größte Fischtreppe in Betrieb

Stoiber und Schnappauf: Bayerns größte Fischtreppe in Betrieb

"62 Kilometer Isar vom Sylvensteinspeicher bis Baierbrunn wieder durchgängig – Musterbeispiel für erfolgreiches Zusammenwirken von Staat, Kommune und privater Initiative"
+++ Ministerpräsident Edmund Stoiber und Umweltminister Werner Schnappauf haben heute in Bad Tölz Bayerns größte Fischtreppe eröffnet. Die Isar wird damit über 62 Kilometer für Fische und andere Wasserlebewesen durchgängig - vom Sylvensteinspeicher bis Baierbrunn. Stoiber und Schnappauf: "Die Fischtreppe ist ein Meilenstein für den Artenschutz". Gefährdete Rote-Liste-Fischarten wie Äsche, Barbe oder Huchen bräuchten genügend Lebensraum, so der Umweltminister. Schnappauf: "Jetzt ist der Weg wieder frei zu den angestammten Laichgründen an der Isar und ihren Nebengewässern". Der Minister hob besonders das erfolgreiche Zusammenwirken von EU, Freistaat Bayern, Stadtwerken Bad Tölz, Verbänden und Vereinen hervor: "Dieses Musterbeispiel für einen gemeinsamen Erfolg von Staat, Kommune und privater Initiative führt wieder deutlich vor Augen: Im Umweltschutz sind innovative Lösungen, Eigenverantwortung und Eigeninitiative gefragt". +++

Die neue Fischtreppe ist naturnah gestaltet und überwindet einen Höhenunterschied von 8 Metern auf einer Fließstrecke von 200 Metern. Dabei fließen durchschnittlich 550 Liter Wasser pro Sekunde durch die Aufstiegshilfe. Die Baukosten betragen 400 000 Euro. Für die Fischtreppe wurden 45 größere und kleinere Becken, ein Einlaufbauwerk mit einer verschließbaren Wehranlage und zwei Betonbrücken gebaut sowie eine ökologisch gestaltete Bepflanzung geschaffen. An der Finanzierung haben sich der Freistaat Bayern mit 120 000 Euro, die Stadtwerke Bad Tölz mit 190 000 Euro und die EU mit 80 000 Euro beteiligt. Der Verein "Rettet die Isar jetzt", der Bezirksfischereiverein Bad Tölz und der Fischereiverein Lenggries spendeten zusammen 10.000 Euro. Darüber hinaus stellen die Stadtwerke Bad Tölz kostenfrei bis zu 700 Liter pro Sekunde für den freien Wasserdurchfluss am Fischaufstieg zur Verfügung. Schnappauf: "Am Tölzer Wehr ist es gelungen, Naturschutz und Wasserkraftnutzung in idealer Weise miteinander zu verbinden". Die Fischaufstiegshilfe diene auch der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die u. a. die Durchgängigkeit von Gewässern regele.

Weitere Informationen: http://www.wasser.bayern.de

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