Tanklastkraftwagen und Lastkraftwagen mit Trägersystem

Ein Lastkraftwagen mit einem Tankaufbau wird als Tankwagen bezeichnet.

Er dient dazu, lose Flüssigkeiten, also nicht in Behältern befindliche Flüssigkeiten, zu transportieren. Ein Tankaufbau kann aus einer einzigen Kammer oder mehreren gegeneinander abgegrenzten Kammern bestehen, um verschiedene Flüssigkeiten ohne die Gefahr einer Vermischung zu befördern. Von außen ist es nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob es sich um eine Kammer oder mehrere Kammern handelt, da der Aufbau nach außen hin als zusammenhängender einheitlicher Aufbau erscheint. Befüllt wird ein Tankwagen durch mit Deckeln verschlossenen Öffnungen von oben. Das Entladen geschieht entweder ebenfalls von oben mit Pumpen und Schläuchen oder vermittels Auslaufhähnen an der Seite oder unten.

In den USA schon länger im Gebrauch, bei uns seit den späten 1960er Jahren verbreitet, sind Lastkraftwagen mit Trägersystemen, auf denen Wechselaufbauten befestigt werden können. Das LKW-Chassis wird dafür mit Aufnahmevorrichtungen versehen, die in der Form und im Abstand zueinander genormt sind. Die Gegenstücke, die austauschbaren Aufbauten, sind ebenfalls genormt. Sehr gebräuchlich ist hier das sogenannte Containerchassis. Darauf können ISO-Container, die auf Schiffen und speziellen Eisenbahn-Containerwaggons transportiert und dann von Lkws übernommen werden sollen, arretiert werden. Es gibt je nach Anforderung verschiedene Typen dieser Art Nutzfahrzeuge. Hier ist das Schiebeschlitten-Chassis zu nennen, das in der Länge dem gerade beförderten Container angepasst werden kann, das Multi-Chassis, das unterschiedliche Containergrößen aufnehmen kann, und das Gooseneck-Chassis, das eine Verringerung der Ladehöhe ermöglicht.