Trittschalldämmung und wie sie bewertet wird

Jeder kennt das: die Schritte des Obermieters sind laut und deutlich zu hören und ärgern sie oder im eigenen Haus ist man immer live mit dabei, wenn die Kinder herumtoben.
Doch mit Fußböden mit geeigneter Trittschalldämmung bekommt man das Problem in den Griff. Mittels des Trittschallpegels kann man messen, wie laut die Geräusche durch die Decke ins darunter liegende Geschoss dringen.
Je nach Bauteil-Konstruktion und Raumgröße breitet sich der Trittschall aus und verändert den Pegel.
In der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ wird der Mindest-Schallschutz geregelt.
Diese DIN besagt, dass zwischen zwei fremden Wohnungen eine Schallübertragung durch Decken bis zu 63 dB zulässig ist. Für Eigenheime, sprich Einfamilienhäuser gibt es keine Vorschriften. Wer es gerne ruhig mag, baut nach der VDI-Richtlinie 4100 „Schallschutz von Wohnungen – Kriterien für Planung und Beurteilung“. Hier werden drei Schallschutz-Stufen unterschieden.

Das Empfinden von Lautstärke ist von Mensch zu Mensch verschieden, also sehr individuell. Um Treppen- oder Deckenkonstruktionen trotzdem vergleichbar machen zu können, wird der durchdringende Trittschallpegel unter genormten Bedingungen erfasst. Es wird angegeben, wie viel Schall in einen Raum mit 10 m² Absorptionsfläche dringt. Dieser „Test-Schall“ wird durch ein Hammerwerk erzeugt, das 16 Einzelfrequenzen zwischen 100 und 3150 Herz (Hz) nutzt. Nun wird ein Mittelwert von diesen 16 Einzelwerten berechnet. Das ist dann der bewertete Norm-Trittschallpegel.
Doch es gibt auch Schall, der über Nebenwege nach unten gelangt, zum Beispiel über angrenzende Bauteile. Dies wird auch berücksichtigt.
Heutzutage werden neue Treppen und Decken trittschalldämmend konstruiert und gebaut. Aber Bauten lassen sich auch trittschalldämmend nachrüsten.