UF-Harz (Harnstoffharz)

UF-Harz (Harnstoffharz)

UF-Harze werden auch Harnstoffharze genannt. Gemäß der DIN 7728 handelt es sich bei ihnen um Aminoplaste, die man aus Aldehyden und Harnstoff als Kondensationsprodukt auf chemische Weise herstellen kann. Man unterscheidet zwischen flüssigem und ausgehärtetem Harz. Das flüssige Harz ist das Erzeugnis, das man in Form von Leim zugibt. Zur Sicherung der Qualität prüft man einige wichtige Parameter des Harzes. Seine Gelierzeit sollte abhängig von den Temperaturen und dem verwendeten Härter bei weniger als 1 Minute bis hin zu einigen Stunden liegen. Der pH-Wert sollte ungefähr 8 bis 9 betragen und die Viskosität rund 300 bis 2000 mPa.s. Die Trockensubstanz liegt bei ungefähr 66%. Wenn dieses flüssige Harnstoffharz aushärtet, entsteht eine in der Regel weiße Masse, die schwer brennbar und äußerst lichtecht ist. Gegen Hydrolyse ist jedoch keine Beständigkeit vorhanden. Angriffsgefahr für die Harze besteht vor allem durch kochendes Wasser und starke Laugen und Säuren. Sind die Harze erst einmal ausgehärtet, bildet sich ein spröder und harter Film. Dieser ist zudem kratzfest und kann leicht geschliffen werden.

Die recht günstigen Preise von UF-Harzen sorgen für eine häufige Verwendung. Die rasche Aushärtung, die eine hohe Reaktivität bedeutet, ist ebenfalls sehr von Vorteil, ebenso wie die gute Trockenbindefestigkeit. Größtenteils setzt man UF-Harze als Klebstoff ein, mit dem Holzwerkstoffe produziert werden. Diese Werkstoffe sind jedoch nicht für die Verwendung im Außenbereich geeignet, da sie nicht gegen die Witterungsbedingungen des Außenklimas beständig sind. Darüber hinaus werden die Harnstoffharze auch als Isolierharze und Imprägnierharze verwendet. In den 30er  Jahren wurden aus UF-Harzen außerdem Haushaltsgegenstände hergestellt.