Umweltschutz ist ein Thema, das in den letzten Jahren immer mehr an Wichtigkeit gewonnen hat und eine Aufgabe für jeden einzelnen darstellt. Aber was genau bedeutet das für den Bereich des Bauens? Der Rückzug in die bäuerliche Idylle des Bauernhofes ist hier sicher nicht für jeden eine Lösung und lässt sich in einer dicht besiedelten Gesellschaft auch nicht verwirklichen.
Ein Gebäude erzeugt in allen Phasen des Lebenszyklus Umweltbelastungen.
Umweltbewusst bauen bedeutet: Das neue Gebäude darf die umgebende Umwelt nur so wenig wie möglich belasten.
Grundprinzipien dafür sind:
Die Wahl umweltverträglicher Baustoffe und Bauweisen
Hierzu sind zu berücksichtigen: Herstellung, Transport zur Baustelle, Verarbeitung auf der Baustelle, wirtschaftliche Nutzung und nur geringe oder gar keine Reparaturanfälligkeit.
Ein weiterer Gesichtspunkt wäre das Verhalten in einem Brandfall und nicht zuletzt die Wiederverwendbarkeit nach einem eventuellen Abbruch. Natürliche Baumaterialien, z.B: zur Dämmung, tun hier einen guten Dienst.
Eine Planung, die auf die Erfordernisse der Umgebung eingeht
Bei der Planung sind zu berücksichtigen: Die Abgabe von umwelt- und gesundheitsschädlichen Stoffen oder Strahlung und die Menge des anfallenden Abfalls, sowie seine Zusammensetzung.
Immer noch nimmt die Holzbauweise im Vergleich zum Massivhaus das ökologischere Image für sich in Anspruch. Rein aus Sicht der Baumaterialien mag das wohl auch stimmen (obwohl dafür ja Bäume gefällt werden müssen). Doch über die gesamte Lebensdauer eines Hauses gesehen – und das versteht man unter nachhaltigem Bauen – ist die Öko-bilanz eines Massivhauses jedoch besser als die der Holzbauweise.
Jedoch sind die Unterschiede so gering, dass beide Bauweisen ökologisch als gleichwertig bezeichnet werden kön-nen.


