Umweltministerin Bärbel Höhn: Duisburger Firma M.I.M. sichert schnellen Einbau eines geeigneten Aktivkoksfilters verbindlich zu

Umweltministerin Bärbel Höhn: Duisburger Firma M.I.M. sichert schnellen Einbau eines geeigneten Aktivkoksfilters verbindlich zu

Das Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft teilt mit:

Umweltministerin Bärbel Höhn und der Geschäftsführer der Duisburger M.I.M.-Hüttenwerke, Dr. Wolf-Dieter Schneider, haben gestern Abend eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der die Firma unverzüglich einen Aktivkoksfilter einbauen wird. Verbindlich festgelegt wurde auch ein enger Zeitplan für den Einbau des Filtersystems. Danach sollen die Behörden von M.I.M. bis zum 15. Januar 1997 prüffähige Angebotsunterlagen erhalten.Der Genehmigungsantrag dafür soll am 1. März 1997 vorgelegt werden, so daß er geprüft werden kann. Am 31.3. sollen dann die vollständigen Antragsunterlagen eingereicht werden. Das Verfahren ist so aufeinander abgestimmt, daß der Filter am 31.12.97 in Betrieb genommen werden kann. Die Firma M.I.M. nimmt die rechtlichen Schritte gegen die Ordnungsverfügungen vom 30.7.96 und vom 2.11.1993 zurück und wird auch gegen die jetzige Vereinbarung keine Widersprüche einlegen.

"Wir haben damit gestern Abend einen Weg zur Dioxinminderung gefunden, der dem Stand der Technik entspricht. Unser Ziel, eine Dioxinkonzentration von 0,1 Nanogramm pro Kubikmeter Luft im Abgas der Heißbrikettieranlage der Firma zu erreichen, ist von M.I.M. akzeptiert worden", sagte Bärbel Höhn heute in Düsseldorf. "Sie hat sich für einen Filter entschieden, den die Fachleute für geeignet halten, dieses Ziel zu erreichen."

Die zuletzt gemessenen hohen Dioxinkonzentrationen auch in der Abluft der Duisburger Anlage seien auf eine Betriebsstörung zurückzuführen und durch mehrere Reperaturvorgänge behoben worden, sagte Geschäftsführer Schneider. So seien nach betriebseigenen Messungen die Dioxinwerte auf jetzt 43 Nanogramm pro Kubikmeter Luft gesenkt worden. Das Landesumweltamt hatte daraufhin bereits neue Messungen veranlaßt, deren Ergebnisse in einer Woche erwartet werden.

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