Umweltministerin Bärbel Höhn: Maßnahmen der Thyssen-Stahl AG in Duisburg

Umweltministerin Bärbel Höhn: Maßnahmen der Thyssen-Stahl AG in Duisburg

Das Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft teilt mit:

Nach der Bekanntgabe der hohen Benzolwerte in der unmittelbaren Umgebung der Thyssen-Kokerei in Duisburg-Bruckhausen hat der Umweltschutzleiter des Konzerns gestern "ad hoc-Maßnahmen" angekündigt. Danach sagt die Konzernleitung zu, in der Kokerei mehr Personal einzusetzen, um möglichst schnell gegen die Undichtigkeiten an den Koksöfen vorzugehen. Außerdem will die Thyssen-Stahl AG "mit Nachdruck" an der Neubauplanung einer Kokerei für den Standort Schwelgern arbeiten."Die Reaktion Thyssens auf die hohen Benzolwerte in Duisburg-Bruckhausen kann ich nur begrüßen", sagte Umweltministerin Bärbel Höhn heute in Düsseldorf. "Ich habe die Behörden angewiesen, mit der Firma zusammen so bald wie möglich die konkreten Schritte zum Dichtmachen der diffusen Quellen festzulegen. Die bestehende Ordnungsverfügung zu diesem Problembereich nimmt das zuständige Staatliche Umweltamt Duisburg nicht zurück. Am wichtigsten ist mir auf längere Sicht der Neubau der Kokerei. Der Stahlstandort Nordrhein-Westfalen kann nur davon profitieren, daß die Umwelttechnik auf möglichst hohem Niveau gehalten wird. Und ein hohes Niveau an Umwelttechnik sichert langfristig Arbeitsplätze und schont die Umwelt. Der nächste Schritt muß deshalb sein, daß die Thyssen-Stahl AG die Investitionsentscheidung für den Naubau trifft und einen Genehmigungsantrag einreicht. Wir sind darauf vorbereitet."