Es gibt ja zwei Möglichkeiten/Verfahren eine Wand/Mauerwerk zu erstellen.
1. Im normalen "Mörtel" Verfahren, d.h. Stein auf Stein im Verbund/Verband und die Lagerfuge mit Mörtel ( Gruppe 2 ), Stoßfugen werden heutzutage durch Verzahnung in der Regel ohne Mörtel gesetzt.
2. Im "Klebeverfahrgen", d.h. die Lagerfuge der Steine ( NUR Plansteine ! ) werden mit einer Art "Fliesenkleber" geklebt, Stoßfuge wie vor "trocken" ohne Kleber.
Doch warum kann es sein das ein Mauerwerk ( hier Giebel ) trotz Verzahnung mit einer 11,5 er Trennwand durch einen starken Sturm umkippt ? Eigentlich sollte ein geklebtes und ein gemörteltes Mauerwerk auch einem Sturm aushalten, auch wenn kein Gewicht "von Oben" durch Dach und oder Betondecke gegeben ist !
Hier bei diesem Mauerwerk war es sicher der nicht gerade Ideale Zeitpunkt in der das Mauerwerk "geklebt" wurde, an einem Freitag Nachmittag, bzw. Samstag wurde das Mauerwerk in Frostzeiten !!! geklebt und war wohl bis zum Strumtag ( 1 Tag später am Sonntag ) noch nicht ganz Abgebunden, den trotz großen Betonsturz / eher Ringanker ist der Giebel beim Sturm umgekippt...
Hier ein paar Bilder der Baustelle/Giebel:
Giebel hier vor dem Sturm - noch einbetonierter Sturz:

Die eine Seite des Giebels fehlte nach dem Sturm...:

Der gegenüber liegende Giebel hat den Sturm ohne Probleme überstanden:

Trotz Verbindung mit flachen Maueranker:


Die andere Seite des Giebels hat auch einiges abgebkommen:



