Kupfer findet in den heutigen Tagen eine vielseitige Verwendung.
Häufig wird er in reiner Form verwendet und kommt dann in der Elektro- und Halbleitertechnik zur Anwendung. Aber auch in der Bauindustrie und chemischen Industrie finden wir Kupfer wieder. Häufige Verarbeitungsweise ist die Herstellung von Drähten, da Kupfer ein dehnbares, zähes und sehr gut schmiedbares Metall ist. Durch die hohe Wärmeleitfähigkeit sowie Korrosionsbeständigkeit wird Kupfer sehr gerne auch bei der Herstellung von Kühl- und Heizungsanlagen benutzt. Reine Kupferverbindungen kommen in der Natur leider nur sehr selten vor, daher müssen oftmals Kupfererze in Hüttenwerken weiterverarbeitet werden. Ein wesentliches Argument bei der Auswechselung von z. B. Bleirohren gegen Kupferrohre ist der gesundheitliche Aspekt. Für Altbauten heißt es daher in zunehmendem Maße, dass die Trinkwasserinstallationen aufgrund der hygienischen und funktionalen Aspekte mit Bleirohren nicht mehr bedient werden können.
Bleirohre geben an das Wasser Schwermetalle ab, Kupfer hingegen bietet für die Zuführung von Trinkwasser eine saubere Lösung. Gesundheitliche Bedenken sind beim Einsatz von Blei-Wasserrohren sehr hoch. Kupferwasserrohre jedoch sind hygienisch rein und hinsichtlich von zu erwartenden Bakterien wachstumshemmend. Durch Auswechseln der Kupferrohre kann also eine hygienische und saubere Lösung im Renovierungsfall geschaffen werden. Kupfer ist im Hinblick auf seine Verwendung als Trinkwasserversorgung gesundheitlich unbedenklich. Selbst archäologische Funde zeigen auf, dass sogar schon in der Antike Kupferrohre als Wasserrohre eingesetzt wurden. Eine Verrohrung der Sanitär-und Heizungsbereiche hat gleichzeitig den Vorteil, dass Kupferrohre besonders langlebig sind, da sie korrosionsfest sind und somit nicht vor sich hinrotten. Unter dem Gesundheitsaspekt muss man immer wieder feststellen, dass Bakterien keine Chance haben, in das Trinkwasser-System einzudringen oder sich gar zu vermehren. Man kann Kupfer-Rohre leicht verarbeiten und zugleich sind sie relativ preiswert. Daher entscheidet sich auch ein Großteil der Häuslebauer für die Verlegung vom Kupferrohren. Gleiches sieht man bei der Verarbeitung von Kupferrohren bei Heizungsinstallationen. Da es sich bei Kupfer um ein hermetisch dichtes Material handelt, schützen diese vor einem schlechtem Geschmack oder Geruch. Auf diese Weise bleibt eine Trinkwasserqualität gewährleistet, die gleichbleibend hoch ist. Bei der Versorgung von Stadteilen mit Fernwärme gibt man ebenfalls einer Verrohrung mit Kupferrohren den Vorzug aufgrund der langen Lebensdauer und Flexibilität von Kupferrohren.
Außerdem besteht der Vorteil in der einfachen Verlegung und dem geringen Tiefbauvolumen. Kupferrohre für Fernheizsysteme werden bevorzugt für die Hausanschlussleitung verlegt, da es hier besonders auf Flexibilität ankommt und keine weiteren Formstücke oder gar Abzweigungsstücke benötigt werden. Kupferdächer werden meistens als eine nicht tragende Metalldeckung gebaut. Das Kupfer wird in Form von Tafeln, Bänderblechen oder Trapezblechen auf eine Holzfläche, die mit Kupfer verkleidet werden soll, aufgebracht. Hierbei nutzt man die Verformungs- und Dehnungsfähigkeit von Kupfer aus. Kupfer eignet sich daher besonders für die Verbindungsstellen, bei denen eine starke Verformung notwendig ist. Kupferdächer verfärben sich schnell nach ihrer Montage meistens grün, im Volksmund auch "Grünspan" genannt


