Vor 35 Jahren debütierte Kemperol bei VW in Baunatal

Vor 35 Jahren debütierte Kemperol bei VW in Baunatal

Und es hält und hält und hält …

Bei und mit VW in Baunatal begann 1969 die Erfolgsgeschichte von Kemperol. Die Herren Krug und Schmaling aus der Bauabteilung traten sogar als ideelle Geburtshelfer bei der Produktentwicklung in Erscheinung. Denn sie waren es, die Dr. Heinz Kemper baten, nach eine Lösung für das scheinbar unlösbare Problem der undichten Flachdächer zu suchen. Der innovative Unternehmer, Inhaber der Kemper Kunststoff & Lackfabrik im wenige Kilometer entfernten Vellmar, hatte bereits diverse Aufträge für VW ausgeführt und nahm die berufliche Herausforderung sofort an, weil er das enorme wirtschaftliche Potential erkannte.
Undichtes Flachdach als Störfaktor

Der Zeitpunkt war günstig. Die 1960er Jahre waren eine wirtschaftliche Boomzeit in der Bundesrepublik und die industrielle Produktion explodierte regelrecht. Aus Kostengründen hatte sich das Flachdach im Industriebau durchgesetzt, die Abdichtungsmaterialien der damaligen Zeit waren den Anforderungen allerdings nur kurz gewachsen. Dehnfugen und Detailanschlüsse erwiesen sich als besonders schadensanfällig. Aufgrund von Bauteilbewegungen und unterschiedlichem Materialverhalten kam es innerhalb kürzester Zeit zu Rissen in der Abdichtung. Eindringende Feuchtigkeit wiederum bedrohte den reibungslosen Produktionsbetrieb.

Dr. Kemper hatte damals bereits Polyester für Abdichtungsaufgaben im Innenbereich eingesetzt. Nun begann er mit seinen Versuchen, Polyester zu flexibilisieren. Er war auf der Suche nach einem dauerelastischen Material, das materialbedingte Spannungen aufnehmen und Bauwerksbewegungen ausgleichen konnte ohne zu reißen oder zu verspröden.

Versuch 210 war erfolgreich

Nach vielen Fehlschlägen war der 210. Versuch schließlich erfolgreich. Unspektakulär technisch in der Namensgebung heißt die erste Flüssigabdichtung überhaupt seit ihrer Geburtsstunde Kemperol V 210. Mit dem 3-komponentige flüssigen Abdichtungssystem auf der Grundlage von ungesättigten Polyesterharzen begann eine Erfolgsgeschichte, die seit 35 Jahren anhält. Mittlerweile existiert eine differenzierte Kemperol-Produktpalette für unterschiedlichste Anwendungsbereiche, die von Dr. Hans-Jürgen Christoph, Nachfolger von Dr. Kemper im Bereich F + E, im vergangenen Jahrzehnt stark forciert worden ist.

Das neu entwickelte Kemperol V 210 wurde bei VW zuerst auf dem Kraftwerk eingesetzt, bevor Herr Schmaling, der ursprüngliche Mitinitiator, die Abdichtung der Hallen 1 und 5 veranlasste. „In den vergangenen 35 Jahren wurden in unserem Werk mehr als 300.000 qm Dachfläche mit Kemperol abgedichtet“, erläutert Architekt Horst Kramer, Leiter der Bauabteilung. Er arbeitet seit 1985 bei VW in Baunatal und ließ 1985 die Halle 4 a mit 10.000 qm und 1986 die Halle 6 mit 62.000 qm „kempern“. „Wir setzen die Flüssigabdichtung bevorzugt in kritischen Bereichen ein, zum Beispiel dort, wo es auf Grund geringer Gefälleausbildung zu Pfützenbildungen kommt.“

35jährige Erfolgsgeschichte

Die Dachdeckerarbeiten bei VW werden bereits seit Jahrzehnten von der Johannes Becker GmbH aus Baunatal durchgeführt. Bereits 1969, als der erste Großeinsatz anstand, lag die Verlegung in den Händen von Dachdeckermeister Heinz Becker. Er war ein guter Freund von Dr. Kemper und dessen Gesprächspartner, wenn es um die Weiterentwicklung und Erprobung von Kemperol geht. Dachdeckermeister Volker Becker, der das Unternehmen heute führt, knüpft an diese Tradition an. (dö)

Objekt: Ca. 300.000 qm Fläche auf diversen Produktionshallen des VW Werks in Baunatal
Auftraggeber: VW Baunatal
Material: Kemperol Grundierung, Kemperol V 210 Abdichtung
Kemper System Verarbeiter: Johannes Becker GmbH, Baunatal

Hersteller: Kemper System GmbH & Co. KG
Holländische Straße 36
D-34246 Vellmar
Tel. +49 561 8295-0
Fax +49 561 8295-10
E-Mail: post@kemper-system.com
www.kemper-system.com
Ein Unternehmen der IBG-Gruppe.