Wärmstens empfohlen: Energiespartipps für die kalte Jahreszeit

Wärmstens empfohlen: Energiespartipps für die kalte Jahreszeit

20. November 2006, Nr. 11/2006

Köln. Kühlere Tage sind im Anmarsch. Das fordert nicht nur das körpereigene Immunsystem heraus, sondern auch das Herz und die Haut des Hauses, die Heizungsanlage und die Gebäudehülle. Nichts ist unangenehmer als kalte Füße und zugige Wohnzimmerluft. Andererseits klagen gerade im Winter viele Menschen über trockene Augen und Nasenschleimhäute. Nicht nur für die Gesundheit, sondern auch im Hinblick auf die Vermeidung von Schimmelbildung lohnt es sich, im Winter richtig zu heizen und zu lüften. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) gibt einige Tipps für die kalte Jahreszeit:In jedem Raum nur soviel wie nötig heizen. Jedes Grad mehr an Raumtemperatur verursacht sechs Prozent höhere Energiekosten. Für Wohn-, Kinder- und Arbeitszimmer empfiehlt sich eine Temperatur von 20 bis 21 Grad Celsius, in Küche, Schlafzimmer und Diele können es zwei Grad weniger, im Bad zwei Grad mehr sein. In ungenutzten Räumen genügen in der Regel 12 Grad Celsius als Zimmertemperatur.

o Nachts nicht voll durchheizen. In den Nachtstunden empfiehlt es sich, die Heizkörperthermostate auf 15 Grad Celsius zurückzudrehen.

o Nicht stundenlang die Fenster gekippt lassen, sondern während der Heizperiode mehrmals täglich für fünf Minuten kräftig durchlüften. Dabei nicht vergessen: Beim Lüften die Heizkörperventile zudrehen. Auch Räume, in denen Sie nicht heizen, sollten bei niedrigen Außentemperaturen kurz durchgelüftet werden.

o Sobald es draußen dunkel wird, Rollläden und Vorhänge zuziehen, um Wärmeverluste durch die Fensterscheiben zu vermeiden. Dabei darauf achten, dass die Gardinen die Heizkörper nicht verbergen, denn das verhindert, dass die Wärme im Raum zirkulieren kann. Auch zu nah an der Heizung aufgestellte Möbel sowie Verkleidungen und Wäschestangen mit Handtüchern erschweren ein wirtschaftliches Heizen und erhöhen die Energiekosten.

o Gluckern die Heizkörper? Das ist ein sicheres Indiz dafür, dass sich Luft darin befindet. Die Folge: Das Heizwasser kann sich nicht gleichmäßig verteilen, dadurch funktioniert die Heizung dann nicht optimal. Zum Entlüften die Entlüftungsschraube mit einem Spezialschlüssel öffnen und solange Luft entweichen lassen, bis Heizwasser austritt. Vor der Heizsaison den Wasserstand in der Heizanlage prüfen.

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist ein Fachverband mit 220 kommunalen Energieversorgungsunternehmen. Ziel der ASEW ist die Förderung rationeller, sparsamer und umweltschonender Energie- und Wasserverwendung. Die ASEW-Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Bereich der Energieeffizienz, der erneuerbaren Energien und Energiedienstleistungen sowie des sorgsamen Umgangs mit Wasser.

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