Wandel durch Kulturwirtschaft - Wirtschaftsministerium und RVR stellen Expertise zur Entwicklung der Kultur-Unternehmen im Ruhrgebiet vor
Presseinfo vom 28.11.2005: Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW informiert:
Essen. Wo Kultur prosperiert, entsteht auch eine Vielzahl von Unternehmen, die kulturelle und kreative Inhalte für Geschäftsmodelle und Existenzgrün-dungen nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung der Bewerbung ´Essen für das Ruhrgebiet´ um den Titel Kulturhauptstadt Europas in Auftrag gegeben hat.
Die Studie stellt im Ruhrgebiet seit den 80er Jahren steigende Unternehmens-, Umsatz- und Beschäftigtenzahlen in der Kultur- und Kreativwirtschaft fest. Heute arbeiten hier rund 10.000 Betriebe in den Bereichen Buch- und Pressemarkt, Musikwirtschaft, Kunst- und Designmarkt, Darstellende Kunst und Unterhaltungskunst, Film- und Fernsehwirtschaft, die 42.000 sozialver-sicherungspflichtige Arbeitsplätze stellen. Hinzu kommen noch einmal rund 10.000 Personen, die nebenberuflich in diesen Wirtschaftsbereichen arbeiten. Die Arbeitsweise der Betriebe ist flexibel und projektorientiert. Die Beschäftigten verfügen über überdurchschnittlich hohe Qualifikationen.
Größter Teilmarkt ist der Literatur-, Buch- und Pressemarkt mit rund 1.700 Betrieben und einem Umsatz von 3,9 Milliarden Euro, gefolgt vom Kunst- und Designmarkt mit rund 5.600 Betrieben und Selbständigen und der Musik-wirtschaft mit rund 1.250 Unternehmen und Selbständigen. Die Werbewirt-schaft, die Abnehmer von Kunst- und Designleistungen ist, weist 2068 Unternehmen im Ruhrgebiet auf.
Besonders ausgeprägt ist der Werbe-, Design- und Architekturmarkt, eine vielseitige Livemusik- und Veranstalterszene sowie die Darstellende Kunst und Unterhaltungskunst, die ein breites Spektrum an Betrieben - Theater, Musicals, Kabarett, Kleinkunst oder Betriebe, die kulturelle oder technische Dienstleistungen für die Bühnen erbringen - umfasst.
Nicht wenige Unternehmen der Kulturwirtschaft sind mit ihren hoch speziali-sierten Produkten bzw. Dienstleistungen heute international konkurrenzfähig.
Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass die Kulturwirtschaft in erheblichem Maße zum Wandel der traditionellen Wirtschaftsstruktur und des Arbeitsmarktes beigetragen hat. Die Kulturwirtschaft unterstützt auch die städtebauliche Erneuerung der Region. Die kulturellen Angebote der Kultur-wirtschaft, zum Beispiel der privaten Theater und Kabaretthäuser, sind heute ein nicht mehr wegzudenkender Teil des kulturellen Gesamtangebots.
Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie stellt die 38-seitige Studie dem Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt zur Verfügung, das die Ergebnisse im Wettbewerb mit dem sächsischen Görlitz auf EU-Ebene nutzen wird.
Die Studie ´Wandel durch Kultur(wirtschaft) im Ruhrgebiet. Kultur(wirtschaft) durch Wandel´ ist in einer Auflage von je 1.500 Exemplaren in Englisch und Deutsch erschienen. Sie kann kostenlos bezogen werden beim
Regionalverband Ruhr (RVR)Stefanie OesterwindTelefon: 0201/2069-272E-Mail: oesterwind@rvr-online.de
Quelle: Meldung von Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des


