Was ist Anhydritbinder ?

Anhydritbinder kann aus sehr unterschiedlichen Rohstoffen entstehen.

Als Ausgangsstoff dienen, Gipsstein oder synthetisches Anhydrit. So ist Anhydritbinder sowohl aus natürlichen Mineralstoffen, als auch aus synthetischen Produkten möglich. Wer auf eine natürliche Bauweise setzt, der sollte deshalb einen Anhydritbinder rein aus Mineralstoffen verwenden. Besonders die Raumbeständigkeit des Anhydritbinders sorgt dafür, dass er gerne eingesetzt wird, denn die Volumenveränderungen sind minimal.

Die Verarbeitung des Anhydritbinders ist sehr einfach und simpel und gerade der Vorteil, den er beim Abbinden bietet, sorgt dafür, dass er häufig zum Einsatz kommt. Einsatzgebiete sind vor allem Innenputzmörtel, Anhydritmörtel, Anhydritkalkmörtel, Wandbauplatten und Deckenhohlkörper für Stahlbetonrippendecken. Zudem wird Anhydritbinder auch beim schwimmenden Estrich verwendet. Jedoch kommt es auf die Druckfestigkeit an und so wird im schwimmenden Estrich die Klasse AB 20 des Anhydritbinders verwendet, während in den anderen Bereichen die Klasse AB 5 verwendet wird und vollkommen ausreicht. Natürlich spielt hier auch der Preis eine Rolle, denn AB 20 Anhydritbinder ist wesentlich kostspieliger als AB 5 Anhydritbinder.

Besonders durch die variable Abbindungszeit ermöglicht der Anhydritbinder individuelles Arbeiten und ist auch für zeitaufwendigere Arbeiten geeignet. Bereits nach 25 Minuten kommt es durch den Anhydritbinder zur Erstarrung des Materials, doch kann die Zeit bis zur Erstarrung bis auf 12 Stunden hinausgezögert werden, sodass auch komplexere Arbeiten ohne weiteres durchgeführt werden können und problemlos auch größere Flächen in einem Arbeitsgang bearbeitet werden können.

Gerade für Hobbyhandwerker ist es ein großer Vorteil, dass das Abbinden verlangsamt werden kann und sie in Ruhe alle Arbeitsschritte durchführen und eventuell die Dicke des aufgetragenen Materials noch einmal verändern und auch optische Mängel noch beseitigt werden können. Gerade die zahlreichen Einsatzgebiete des Anhydritbinders machen ihn zu einem beliebten Baustoff, der sowohl beim ökologischen als auch beim herkömmlichen Bauen seine Verwendung finden kann. Preislich liegt auch der aus Mineralstoffen gewonnene Anhydritbinder gut im Rennen und ist mit Sicherheit erschwinglich für jedes Baubudget. Zwar gibt es zahlreiche andere Bindemittel auf dem Markt, doch kaum eines zeigt sich so flexibel wie der Anhydritbinder. Gerade durch das schnelle Abbinden, kann er auch gut für kleinere Arbeiten verwendet werden ohne, dass es einer langen Zeit bedarf bevor auf den Untergrund wieder Belastungen einströmen dürfen. Die individuelle Trockenzeit gilt als einer der größten Vorteile des Anhydritbinders und natürlich spricht auch die problemlose Verarbeitung und die Flexibilität bei den Einsatzgebieten für das Bindemittel Anhydrit. Anhydrit ist sowohl in Baumärkten als im Baufachhandel erhältlich und in vielen industriell fertiggestellten Produkten befindet sich auch Anhydrit.
 

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