Die OSB-Platte blickt auf eine interessante Geschichte zurück, denn ursprünglich war die OSB-Platte aus der Not geboren, denn die amerikanische Holzindustrie versuchte so, die Produktionsreste noch sinnvoll zu verwerten.
Die OSB-Platten werden auch Grobspannplatten genannt und haben sich heute weltweit als günstiger Baustoff durchgesetzt. Die Mehrschichtplatten in verschiedenen Stärken werden aus langen Spänen, die im Wurfverfahren gestreut werden, zusammengesetzt, die danach mit Klebstoff versehen werden. Mit hohem Druck und einer Temperatur bei 200 bis 250 Grad Celsius werden die OSB-Platten gepresst und bekommen so die optimale Dichte. Zur Verklebung werden unterschiedliche Klebstoffe verwendet. Wichtig ist nur die optimale Menge, denn nur so kann die OSB-Platte letztlich die gewünschte Dichte erhalten.
Besonders beliebt sind OSB-Platten, da sie durch die langen Späne um einiges mehr an Biegfestigkeit vorweisen als gewöhnliche Pressspannplatten. So sind auch die Einsatzgebiete der OSB-Platte sehr vielfältig, da sie höheren Belastungen standhält, als eine Pressspannplatte. Durch die langen und relativ großen Späne bekommt die OSB-Platte ihr charakteristisches Aussehen, dass sich von der Optik von Pressspannplatten stark unterscheidet. Das Einsatzgebiet der OSB-Platten beginnt beim Rohbau, über den Innenausbau bis hin zum Möbelbau. Einzige Einschränkung bei der Verwendung ist das Verlegen über einer Fußbodenheizung, was absolut nicht ratsam ist. Auch heute noch werden 95 Prozent der OSB-Platten in den USA hergestellt und bis heute werden sie vorwiegend zum Hausbau verwendet.
Die Verarbeitung der OSB-Platten ist sehr einfach und gelingt auch Laien sehr leicht. Besonders, da die Platten schnell verarbeitet werden können, erreicht man so schnelle Ergebnisse und kann den Baufortschritt schnell vorantreiben. Zu beachten ist, dass es grundsätzlich vier Arten von OSB-Platten auf dem Markt gibt: zum einen die Platten für den Innenausbau und den Möbelbau, die nur für Trockenräume geeignet sind, die OSB 2-Platten die für tragende Elemente geeignet sind, allerdings auch nur für Trockenräume genutzt werden können, OSB 3-Platten, die für tragende Zwecke und Feuchträume optimal geeignet sind und letztlich OSB 4-Platten, die ebenfalls für stark tragende Zwecke und auch für Feuchträume geeignet sind. Wichtig ist, dass die richtige Plattenart für die beabsichtigten Zwecke gewählt wird. Im Fachhandel bekommt man hier ausführliche Beratung. Nur zugelassene OSB-Platten dürfen für den Hausbau verwendet werden, da es sonst Einwände von der Bauaufsicht geben kann. Aber auch die zugelassenen Platten sind durchaus preislich sehr attraktiv und so kann die Nutzung von OSB-Platten durchaus ein Anreiz sein, sein Haus mit OSB-Platten zu bauen. Besonders wer auf Eigenleistung setzt, ist mit der Verarbeitung von OSB-Platten gut beraten.


