Was ist das Gussasphalt ? und wo wird Gussasphalt verbaut ?

Der Baustoff Gussasphalt gehört zu der Gruppe der Asphalte.

Asphalt allgemein ist eine Mischung aus dem Bindemittel Bitumen und aus Gesteinskörnungen, der beispielsweise im Straßenbau zur Befestigung von Fahrbahnen Gebrauch findet. Gussasphalt im Speziellen besteht aus Sand, Splitt, Steinmehl und aus Bitumen. Beim Einbau ist der Gussasphalt gießbar und auch streichbar, woher sein Name kommt. Wird Gussasphalt verwendet, so ist anschließend keine Verdichtungsarbeit mehr notwendig. Hauptsächlich wird Gussasphalt im Hochbau und im Industriebau verwendet. Dort wird er als Gussasphaltestrich eingesetzt. Gussasphaltestrich ist ein bitumengebundener Estrich mit Splitt, Sand, Gesteinsmehl und Bitumen. Dieser Gussasphaltestrich wird beim Bau von gewerblichen und öffentlichen Objekten oder Büros eingesetzt, möglich ist aber auch der Einsatz beim privaten Wohnungsbau. Gussasphaltestrich kann auch als Unterschicht für den Belag eines Fußbodens verwendet werden. Genauso ist es aber möglich, dass Gussasphaltestrich mehrfach geschliffen wird und somit zu einem Oberboden veredelt wird, der sowohl matt wie auch glänzend sein kann. Gussasphaltestrich besitzt nur eine geringe Wärmeleitfähigkeit und ist deshalb für die Dämmung von Wärme sehr gut geeignet. Wird Gussasphaltestrich deshalb als Oberboden verwendet, wird dieser Boden als sehr angenehm und warm empfunden. Gussasphaltestrich ist darüber hinaus auch beständig gegenüber Säuren und Laugen und ist recycelbar. Zudem hat Gussasphaltestrich den Vorteil, dass er sehr schnell eingebaut werden kann. Bereits nach zwei bis drei Stunden hat der Estrich seine Endfestigkeit erreicht. Daraufhin kann dieser sofort weiterbearbeitet werden.

Des Weiteren wird Gussasphalt auch zu Abdichtung von Bauwerken zusammen mit Bitumen-Schweißbahnen angewendet. Selbstverständlich wird Gussasphalt auch im Straßenbau eingesetzt. Hier wiederum wird Gussasphalt hauptsächlich bei der Deckschicht bei Autobahnen verwendet. Die Deckschicht ist die Fahrbahndecke, also der obere Teil einer Straße. Beim Einbau im Straßenbau hat Gussasphalt ungefähr eine Temperatur von 230 °C und ist dabei gieß-, fließ- und auch streichfähig. Eingebaut wird er mit Gussasphaltkochern. Wie bereits erwähnt, wird Gussasphalt nach dem Einbau nicht mehr verdichtet, wie es bei anderen Asphalten der Fall ist. Trotzdem ist der Gussasphalt fast ohne Hohlräume, nachdem er erhärtet ist. An die Deckschicht einer Straße werden besonders hohe Qualitätsanforderungen gestellt. Da Gussasphalt bei Autobahnen verwendet wird, spricht dies für dessen sehr gute Qualität. Gussasphalt wird also immer dann eingebaut, wenn die gebaute Straße später sehr hohen Beanspruchungen ausgesetzt ist. Zu diesen hohen Beanspruchungen zählen auch Brücken, wo es wichtig ist, dass in den Straßenkörper keinerlei Wasser eindringt. Da Gussasphalt solch hohen Beanspruchungen standhält, ist dies ein Vorteil von ihm gegenüber anderen Asphalten. Die Nachteile von Gussasphalt im Straßenbau sind dagegen die hohen Kosten und die Einbautemperatur, welche sehr hoch sein muss.