Was ist eine Tonhohlplatte ?

Die Tonhohlplatte, die auch Hourdis genannt wird, ist ein künstlich hergestellter Ziegelstein, der aus gebranntem Ton hergestellt wird.

Die Verwendung dieses Baustoffs ist sehr vielfältig. Diese Platten werden meist im Trockenbau, also im Innenausbau von Wänden verwendet, ebenso in Holzbalkendecken oder zwischen Sparren eingebaut. Die genaue Bezeichnung, das Gewicht, die Form und die Abmessung, die Festigkeit und Wasseraufnahme, Beschaffenheit und Verwendung von Tonhohlplatten wird in der DIN 278 exakt beschrieben und geregelt.

Durch die Hohlräume im Stein besitzt dieser so gut wie keine schall- und wärmedämmenden Eigenschaften. Deshalb wird beim Bau von Wandheizungen oder beim Kachelofenbau auf diesen Baustoff verzichtet. Ausnahmen bilden hier die Ofenabdeckungen oder Sitzbänke.

Die Form der Tonhohlplatte ist rechteckig, die beiden Seitenränder sind meist zur besseren Verarbeitung im 60°-Winkel abgeschrägt. Die Größen variieren von 60 cm bis 120 cm in der Länge. Sie sind bei einer Höhe von 6 cm ca. 25 cm breit. Weitere Varianten sind die, die mit einer Nut bzw. einer Feder für eine leichtere Verarbeitung versehen sind. Sollten die Standardmaße nicht die richtigen sein, können die Platten mit einer Trennsäge / Flexscheibe oder einer Steinsäge sehr leicht bearbeitet und passgenau zugeschnitten werden. Oder aber man nutzt die diversen angebotenen Sonderanfertigungen mit Sondermaßen.

Sollen die Tonhohlplatten als Decke benutzt werden, werden sie zwischen den Stahlträgern eingehängt. Dabei sollte beachtet werden das diese mindestens 3 cm auf den Profilen aufliegen. Bei allen Profilen muss sichergestellt werden, dass der Beton über die ganze Fläche verteilt bis mindestens zur Trägeroberkante aufgefüllt wird.

Werden die Tonhohlplatten für einfache Decken verwendet, wie z. B. für Garagen, Balkone oder Speicher, für die kein hoher Anspruch in Bezug auf Wärmeisolierung und Dämmfähigkeit gestellt wird, werden diese einfach als Einschubplatte zwischen die Holzbalken geschoben. Wahlweise wird darauf dann eine Schicht Ortbeton gegossen, die eine maximale Dichte von 5 cm erreichen sollte. Vorteil ist daran die leichte Montage der einzelnen Elemente, ohne dafür weitere Hilfsmittel wie Kräne oder Gerüste zu benötigen. Dadurch kann meist auf eine Schalung verzichtet werden, was gerade bei kleineren, nachträglichen Bauvorhaben von großem Vorteil ist.

Sie gewährleisten einen hohen Feuerwiderstand, sind feuchtbeständig und gewährleisten einen ausgeglichenen Feuchtigkeitsausgleich innerhalb des Wohnraums, da die Platten die Feuchtigkeit speichern und so für ein angenehmes Wohnklima sorgen. Die Rissbildung wird vermindert.

Sollte die so gestaltete Decke dennoch isoliert oder gedämmt werden, empfiehlt es sich, dies oberhalb der Decke zu tun. Am besten in Form von schwimmendem Estrich oder einer isolierten Fußbodenheizung.
 

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