Was ist Grundsteuer?

Wer bauen möchte und dafür ein Grundstück kauft, muss auf das Grundstück auch Grundsteuer bezahlen.

Ebenso ist es, wenn man ein Haus kauft. Diese Steuer wird von Städten und Gemeinden erhoben und zählt zu den Gemeindesteuern. In Deutschland ist die Grundsteuer im Grundgesetz geregelt. Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen Grundsteuer A, welche auf Grundstücke der Landwirtschaft erhoben wird und Grundsteuer B, welche auf bebaute Grundstücke oder bebaubare Grundstücke sowie Gebäude erhoben wird. Als Grundlage für die Berechnung dient der Einheitswert. Er wird vom Finanzamt festgelegt. Es gibt allerdings Sonderfälle, in denen die Grundsteuer auf Antrag erlassen werden kann. Die genaue Regelung ist in den Paragraphen 32 bis 34 GrStG geregelt. Diese Paragraphen sind vor allem für diejenigen interessant, die Gebäude besitzen, welche unter Denkmalschutz stehen. Der Rechtsanspruch auf Erlass besteht jedoch nur dann, wenn die Kosten die Erträge überschreiten.

Da die Grundsteuer nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von Vermietern gezahlt werden müssen, ist es möglich, die Grundsteuer auf die Mietparteien umzulegen. In diesem Fall zählt sie zu den Betriebskosten. Allerdings muss im Mietvertrag eine entsprechende Regelung getroffen worden sein. Wer also ein Grundstück erwerben möchte oder erworben hat, sollte sich dringend bei der zuständigen Behörde informieren, wie hoch die Grundsteuer ist und dafür zu sorgen, dass die Grundsteuer abgebucht oder überwiesen werden kann. Je schneller man sich darum kümmert und auch die Zahlungsmodalitäten erfährt, desto weniger Lauferei hat man hinterher.